Am Ende steht das LAUFEN

Der Triathlon setzt sich bekanntlich aus drei Disziplinen zusammen, dem Schwimmen, dem Radfahren und dem Laufen. Das Laufen, als letzte Disziplin, ist für die meisten Triathleten dann auch das Unangenehmste. Wird nur gelaufen, so sieht das schon ganz anders aus, vor allem am Ende einer Saison.

Ist der letzte Triathlon-Wettkampf vorüber, werden die Laufveranstaltungen ins Visier genommen. Auch die Füchse haben sich das ein oder andere Rennen ausgesucht. Ein letzter Formtest oder einfach nur mal Genusslaufen, ohne sich vorher beim Radfahren ausgepowert zu haben.

Triathlonfuchs Volker Noffke ist einer von ihnen. Nachdem er Anfang September bei der „Hölle von Q“ finishte, nur eine Woche später beim Kyffhäuser Marathon an den Start ging, hatte er sich für den 02. Oktober eine ganz harte „Nummer“ vorgenommen. Der Supermarathon beim Rennsteiglauf, der Mythos im Osten, sollte es werden. Ein Unmöglich gibt es nämlich nicht, so hat es Volker bei den Füchsen gelernt. Viel Ehrgeiz, Beharrlichkeit und Trainingsdisziplin führen zum Ziel!

Früh am Tag, quasi noch im Dunkeln, ging es mit empfohlener Stirnlampe vom Eisenacher Marktplatz auf die Strecke. Erstes Zwischenziel war der Große Inselberg, stetig leicht bergauf, nach ca. 25 km mit 800 HM in den Beinen souverän erreicht. Volker lief alle Verpflegungsstellen an, neben Getränken und Obst, gab es auch Müsliriegel, Haferschleim, Schmalz- und Käsestullen und sogar Bratwurst. Die Gefahr hier länger zu verweilen war groß, der Ehrgeiz zu finishen dennoch größer. Er ließ die Bratwurst links liegen und entschied sich für den Haferschleim mit Heidelbeeren und Orangen, denn das gab wieder Kraft. Die Laufstrecke führte nun über den Gipfel des Thüringer Waldes, nicht steil aber immer bergauf und bergab. Von Langeweile war hier keine Spur, denn sogar der „Grenzadler“ befand sich an der Strecke. Hier, wo sich auch das Biathlonzentrum Oberhof befindet, gab es die Möglichkeit mit einer Wertung nach 55 Laufkilometern auszusteigen – das wäre dann der Ultramarathon gewesen. Aber für halbe Sachen sind die Füchse nicht bekannt, wenn schon denn schon – weiter ging es also. Auch wenn der Körper, gerade die Knie, nicht mehr so wollten, konnte sich der Kopf durchsetzen. Auf viel Schotter, dem entsprechend etwas langsamer, zog Volker dennoch durch und konnte auch die letzten sehr harten 19 km absolvieren. Nach insgesamt 74 km überquerte er mehr als überglücklich und zufrieden die Ziellinie. Nach der Zeit fragt keiner, die ist hier völlig irrelevant. Wer die Medaille um den Hals gehangen bekommt, ist SIEGER – das ist Volker definitiv. Seine Zielzeit kann er zudem auch noch vorzeigen, mit 11 Std. 28 Min. 12 Sek. landete er auf dem 739. Platz der Gesamtwertung und wurde 113. in seiner AK 55. Riesenrespekt vor dieser Leistung – zahllose Glückwünsche trudelten bei ihm ein. Das Füchseteam ist stolz auf Dich, Volker!

Wenn auch nicht so weit und hoch hinaus , so zeigten eine Woche später unsere Füchse Siegmar Kirchner, Torsten Schaaf und Steffen Herms ebenfalls eine starke Vorstellung beim Magdeburger Halbmarathon.

In diesem Jahr, Corona geschuldet, wurde der Halbmarathon an zwei Tagen mit jeweils drei unterschiedlichen Startzeiten ausgetragen. Torsten und Steffen entschieden sich für einen Start am Sonntag. Siggi meldete kurzfristig auch für den Sonntag. Und wie es der Zufall will, gaben alle drei die gleiche Startzeit an. Nach kurzer Enttäuschung über die fehlende Marathonmesse, den nur wenigen Läufern vor Ort und dem sehr überschaubaren Gelände, kam dann doch noch das ersehnte Lächeln beim zufälligen Zusammenkommen aller drei Füchse kurz vor Beginn.

Beim Rollingstart begaben sich Torsten und Steffen gleich nach Siggi auf die Laufstrecke. Die beiden wollten den Lauf zum Saisonende locker angehen und genießen. Im Gegensatz zum Genuss blieb es nicht beim lockeren Lauf. Siggi machte von Beginn an Druck und zog die beiden quasi mit. Schnell fanden sie einen guten Rhythmus und konnten diesen über die gesamte Strecke beibehalten. Siggi, etwas schneller unterwegs, zog ebenso sein Ding über die vier zu laufenden Runden durch den Rothehornpark durch. Ein Heimspiel für ihn, war es doch seine Hausstrecke. Schon früh stellten alle drei fest, dass es nach den vier Runden kein ganzer Halbmarathon sein wird. Und so entschied sich Siggi noch vor dem Überqueren der Ziellinie eine kleine Extrarunde im Park zudrehen. Steffen und Torsten liefen nach Überqueren der Ziellinie einfach noch weiter und machten so die 21,1 km voll. Auch wenn alles in abgespeckter Form stattfand, so war es doch ein gelungener Wettkampf mit schöner Strecke, vielen anfeuernden Zuschauern, bestem Spätsommerwetter und natürlich Topzeiten unserer Füchse. Siggi schaffte es aufs Podium in seiner Altersklasse. Mit einer Zeit von 01:40:38 wurde er 67. in der Gesamtwertung und zweiter in der AK65 – auch hier Chapeau Siggi! Stark finishten auch Torsten und Steffen, mit Zeiten von 01:46:17 bzw. 01:46:16. Glückwunsch allen drei Füchsen!

Siegmar Kirchner: 01:40:38 / 67. Platz / 2. Platz AK 65

Steffen Herms: 01:46:16 / 106. Platz / 20. Platz AK 50

Torsten Schaaf: 01:46:17 / 107. Platz / 20. Platz AK 45

Christian Kallus und Ronald Schaffer wollten es bei den Braunschweiger Lauftagen, am 31. Oktober noch einmal wissen. Ronald startete auf der Halbmarathonstrecke, sein Ziel war PB, möglichst unter 01:30 Std.. Christians Ziel war ebenfalls PB, unter 03:00 Std. mit einem Auge auf die 02:50 Std., allerdings auf dem Marathon. 

Für Christian ging es mit vielen sportlichen Polizisten auf die Marathonstrecke, denn zeitgleich fanden hier deren Deutsche Polizeimeisterschaften über den langen Kanten statt. Füchsin und Polizistin Melanie Wiechert hätte auch am Start sein sollen, sagte aber nach reiflicher Überlegung ab, schließlich steht ihr noch ein IRONMAN-Wettkampf bevor und dort braucht sie noch ein paar Körner. Direkt mit dem Start schloss sich Christian einigen hochkarätigen Polizeiläufern an. Sie waren zügig unterwegs, vielleicht sogar etwas zu zügig. Trotzdessen wollte Christian nicht abreißen lassen, denn dann wäre es ein einsamer Lauf geworden. Anfangs noch alles gut, musste er bei seiner Zwischenzeit (HM in 01:22 Std.) feststellen, dass es wohl doch ein wenig zu schnell war. Nicht mehr lange konnte er den Anschluss halten, ließ sie ziehen und war das ein oder andere mal von Krämpfen geplagt. Nun hieß es für ihn Durchhalten und nicht übermäßig viel Tempo verlieren. Auch wenn eine PB nicht mehr drin war, wollte er trotzdem gut finishen. Nach 03:02:44 überquerte er als 45. die Ziellinie, 12. in seiner AK – das muss erstmal einer nachmachen. Klasse Leistung – auch wenn er sein persönliches Ziel nicht erreicht hat, kann er nach seiner sehr starken Triathlonsaison zufrieden sein. Wie erwartet ging der Sieg an die Polizei (Fabian Fiedler 02:35:59 Rheinland.Pf), auch bei den Frauen gewann eine Polizistin (Carina Fierek 02:52:59 Nordrhein-Westf.)- sie sind dann eben doch die schnellsten auf der Jagd.

Ronald war am Ende des Halbmarathons mit seiner Laufleistung sehr zufrieden sein, hat er sein persönliches Ziel mehr als erreicht – 01:27:45 standen auf der Uhr. Krasse Zeit – auch ihm Glückwunsch zur vollbrachten Leistung. Und so wie er später schilderte, wäre sicherlich noch etwas mehr drin gewesen. Naja, die nächst:e Saison kommt und neue Ziele/Zeiten werden angepeilt. Wir sind gespannt. Übrigens lief der Sieger über den Halbmarathon nach einer Zeit von 01:14:45 Std. über die Ziellinie.

Allen Füchsen hier nochmal herzlichste Glückwünsche zu euren tollen Ergebnissen, schnelle Erholung und baldige Lust auf neue Ziele.

#trifuchsmussmansein

Alle Ergebnisse zu den Läufen findet ihr hier: Rennsteiglauf, Magdeburger Marathon/HM, Braunschweiger Lauftage

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