Herbst holt sich den letzten Schliff in Portugal

Ein Bericht von Thomas Koepke:

Profi-Triathlet Marcus Herbst hat seinen Wettkampfplan für das restliche Jahr 2021 festgezurrt und sich dabei auch noch für ein weiteres Wettkampf-Highlight entschieden. Ende November wird der Kloster Neuendorfer (Osterburger Triathlonfüchse) beim Ironman Südafrika starten und einen erneuten Versuch unternehmen, um eines der begehrten Tickets für die WM auf Hawaii zu ergattern.
Doch zunächst stand für den Wahl-Leipziger erstmal Regenration an – auch im mentalen Bereich, denn das Erlebte bei der 70.3-WM in Utah, das am Ende in einer Disqualifikation endete (Volksstimme berichtete) zerrte dann doch mächtig an den Nerven. „Die Zeit habe ich auch gebraucht, um das alles zu verarbeiten und zu analysieren. Wer genau wissen möchte, woran es lag und was die Ursachen waren, dem empfehle ich meinen Podcast Aloha Kalle. Dort beschreibe ich es, denke ich, ganz gut. Ich war nach den ganzen Reisestrapazen in diesem Jahr auch echt froh, im September und Oktober wieder mal in der Heimat zu trainieren. Ich konnte dort auch meine besten Trainingsblöcke in diesem Jahr absolvieren“, informiert Herbst, der sich nun auf die anstehenden Aufgaben konzentriert.
In der vergangenen Woche tankte Herbst in der altmärkischen Heimat etwas Energie. „Ich habe dort meine Familie besucht, nur leichtes Training absolviert, oder den einen oder anderen Partner getroffen, um Gespräche zu führen, wie meine Pläne für das kommende Jahr sind“, so Herbst. Und ein großes Ziel dabei ist eben die WM in Kona auf Hawaii.
Doch nun gilt erstmal dem Ironman Südafrika die volle Konzentration. Dazu reiste der Triathlonfuchs am Sonntag per Flugzeug für zweieinhalb Wochen an die Algarve nach Portugal, um sich dort gezielt für den Wettkampf vorbereiten zu können. „Der Wettkampf findet dann am 21. November statt, und es sind auch einige Top-Athleten anzutreffen. So haben zum Beispiel Sebastian Kienle, Nils Frommhold oder auch einige andere gemeldet“, so Herbst. Der Osterburger Triathlonfuchs möchte dort natürlich dann einen ähnlich guten Tag wie in Tulsa (USA) oder Frankfurt erwischen, um vorn mitmischen zu können. Beim Wettkampf selbst geht es dann um zwei Hawaii-Tickets. „Ich würde mich natürlich riesig freuen, wenn ich eines davon ergattern könnte. Ich bin da auch relativ zuversichtlich und habe viel investiert“, so der Altmärker.
Allerdings ist das noch nicht das Ende der Jahres-Fahnenstange für Herbst. „Ich habe auch noch die Weltrangliste im Blick. Dort rangiere ich derzeit auf Platz 89 und möchte mich weiter verbessern. Je nachdem wie es dann in Südafrika gelaufen ist, peile ich eventuell noch einen 70.3-Wettkampf in Kalifornien (USA) im Dezember an, um dann noch den Sprung in die Top-50 der Welt zu schaffen“, so Herbst. Fest steht das allerdings noch nicht, es könnte auch nach Südafrika direkt in die Ruhephase gehen. 
Auch im Training selbst hat der Triathlonfuchs noch einmal einiges verändert, um noch spezifischer vorbereitet zu sein. Gerade in den intensiven Blöcken und hohen Geschwindigkeiten möchte Herbst mehr Beständigkeit und Ausdauer aufbauen. „Das tut mir selbst als Athlet gut und ich könnte sicher davon profitieren“, schätzt der Altmärker ein, der nun erstmal in der Sonne von Portugal sein Training abspulen wird, ehe es dann nach Südafrika geht.

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