Triathlonfuchs Marcus Herbst bleibt in St. George ohne WM-Wertung

Ein Beitrag von Thomas Köpke:

Nach der erfolgreichen WM-Teilnahme beim Ironman 70.3 in Südafrika 2018 und einem hervorragenden 12. Platz, hatte sich der Osterburger Triathlonfuchs Marcus Herbst für die Weltmeisterschaft 2021 über die Halbdistanz, die am vergangenen Sonnabend in St. George (Utah) in den USA stattfand, viel vorgenommen.
Doch am Ende erreichte der Kloster Neuendorfer und Wahl-Leipziger seine persönlichen Ziele nicht.
„Die Enttäuschung sitzt tief. Am Ende bin ich zwar als Gesamt-25. ins Ziel gelaufen, aber das Ergebnis war nicht das, was ich mir vorgenommen hatte, zumal es auch die WM war“, so der Triathlonfuchs.
Im Endeffekt wurde Herbst jedoch disqualifiziert und blieb somit ohne offizielle Wertung. Herbst hatte auf dem Rad, nach passablem Schwimmen, von einem Kampfrichter für zu frühes Einscheren eine Zeitstrafe von 30 Sekunden kassiert und musste warten. Im Wechselzelt summierte sich das aber auf fünf Minuten. „Wenn man dann aber halt in einer Gruppe der absoluten Weltspitze ist und die laufen alle los und selbst muss man warten und zuschauen, ist das auch mental nicht so einfach“, erklärt der Altmärker.
Zu diesem Zeitpunkt war ihm bereits klar, dass das Rennen quasi vorbei und damit für ihn gelaufen war. „Man ist einfach, wenn man fünf Minuten aufgebrummt bekommt, auf diesem Niveau auch nicht mehr konkurrenzfähig“, so der Osterburger Triathlonfuchs. Dann traf Herbst jedoch eine folgenschwere, aber für ihn richtige Entscheidung. „Ich wollte das Rennen unbedingt beenden, das ist mir sehr wichtig. Ich bin nach 30 Sekunden losgelaufen, ich konnte irgendwie keine fünf Minuten warten, das ging einfach nicht“, so Herbst. Zu diesem Zeitpunkt war ihm wohl aber schon klar, dass es dafür nur eine Disqualifikation geben kann und wird.
Allerdings war der Kloster Neuendorfer auch so nicht zufrieden mit sich und seiner gezeigten Leistung. „Ich bin vor vier Wochen in Frankfurt über die Langdistanz gestartet, das Ziel hieß ganz klar, das Ticket für Hawaii zu bekommen. Innerhalb der dann folgenden vier Wochen im Tempobereich auf 70.3 umzustellen, war eine sehr große Herausforderung, weil ich nach dem Rennen einige Tage Erholung hatte und schon sehr früh nach Amerika gereist bin“.
Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass Herbst vorn mithalten kann. Wenn der Altmärker wieder in der Heimat angekommen ist, wird er die restliche Saisonplanung in Angriff nehmen. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es Anfang Dezember noch einen 70.3 Ironman in den USA. Die zweite Möglichkeit wäre aber, noch eine weitere Langdistanz in Angriff zu nehmen, um eine möglichst frühe Kona-Quali, das wäre ein Ironman-Wettkampf Ende November in Südafrika, anzustreben.

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