Hölle von Q – ein ausdauernder Fuchs zwischen Hexen, Teufeln und Leichen

Die Veranstaltungen im Triathlonsport überschlagen sich derzeit. Jedes Wochenende finden Rennen statt, häufig mehrere gleichzeitig. So schaffen es selbst die schnellen Füchse nicht überall an der Startlinie zu stehen. Gern wären Ronald und Karsten wieder bei der berüchtigten „Hölle von Q“ gestartet, doch der Challenge Roth fand zeitgleich statt und war für beide die Premiere.

So lag es an Volker, die Farben der Füchse durch den Harz, die Hölle und ins Ziel zu tragen. Und er tat das mit der ihm eigenen Gelassenheit. Bereits am Samstag wurde in der Quedlinburger Innenstadt das Quartier bezogen, so dass ausreichend Zeit blieb, um all das Fachwerk zu bestaunen. Auch weiter entfernte Streckenhighlights, wie der Hexentanzplatz und die Teufelsmauer wurden noch inspiziert. Und zu guter Letzt, stand dann abends noch eine zehnseitige Bettlektüre auf dem Plan – die Athletenhinweise für das Rennen am Sonntag.

Dieser Sonntag startete bei schönsten Spätsommerwetter mit Nebelschwaden über dem Wasser des Ditfurter Sees. Die Bojen waren erst einmal nicht zu sehen, so dass sich Volker an den anderen Schwimmern orientierte. Das passte und er fand in die erste Wechselzone und dort auch sein Rad.

Die anschließende Fahrt durch den Harz hat es in normalen Jahren schon in sich. Dieses Mal kamen durch Baustellen bedingte Umleitungen nochmal sieben Kilometer oben drauf und das zum Teil auf zweispurigen Betonwirtschaftswegen. Es fuhr sich mit der gebotenen Aufmerksamkeit alles gut weg, so dass Volker trotz der vielen Höhenmeter schon nach 3:48:20 Std. in den zweiten Wechselgarten in Thale einbog.

Ab in die Laufschuhe und durch die vielen Anfeuerungen der Zuschauer und Helfer, nochmal Extra-Motivation getankt. Dieser bedurfte es auch auf den folgenden gut 21 Kilometern. Die Steigungen sind das eine, viel mehr machten Volker jedoch das Kopfsteinpflaster und die grob geschotterten Wege zu schaffen. Der Schlossberg fiel dieses Jahr aus. Dafür wurde, getreu dem Motto des Veranstalters Marc Hörstermann: „Es wird auf keinen Fall leichter“, der Münzenberg mit in die Strecke integriert. Um diesen zu erreichen, ging es über die „Leichentreppe“. Wenigstens das Wetter zeigte sich nicht von seiner schaurigen Seite – Sonnenschein und moderate Temperaturen.

Nach 7:31:46 Std. kam Volker ins Ziel. Beim Blick auf die Uhr ist er aber fest der Annahme, dass die Uhren bei der Hölle von Q schneller ticken… Volker hat einen sehr schönen, hervorragend organisierten Triathlon erlebt und obendrauf freut er sich noch über den dritten Platz bei den Landesmeisterschaften in seiner Altersklasse M55. Herzlichen Glückwunsch und das die Erinnerungen noch lange nachwirken.

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