Training statt Wettkampf

Letzten Sonntag hätte der traditionelle Arendsee-Triathlon stattgefunden. Nach der Absage entschieden sich die Füchse, wie auch schon im letzten Jahr, einen kleinen internen Trainingswettkampf durchzuführen. Hierzu der Bericht von Thomas Koepke, aus der Salzwedler Volksstimme. Vielen Dank dafür!

So ganz ohne Triathlon geht es einfach nicht. Das dachten sich am vergangenen Sonntag auch die Triathlonfüchse aus Osterburg um Chef Kersten Friedrich. Da der Verein – wie schon im vergangenen Jahr auch – den eigentlichen Arendsee-Triathlon erneut schweren Herzens absagen musste, trafen sich die Vereinsmitglieder und Freunde zu einem internen Training.

Von Thomas Koepke

Und als ob die Absage des Hauptwettkampfes, die ja schon vor einigen Wochen kam, schien auch das interne Training auf der Kippe zu stehen. Ein ordentliches Gewitter mit Regen, Blitz und Donner zog nämlich am Sonntagmorgen über den Arendsee.

Das Gewitter verzog sich zum Trainingsstart

Doch die Triathlonfüchse hatten den Pakt mit dem Wettergott Petrus geschlossen. Pünktlich zu um 9 Uhr schloss er seine Pforten wieder und öffnete danach sogar den Wolkenschleier für die zahlreichen Triathleten.

So sollte also einem schönen Trainingstag mit Wettkampfcharakter nichts mehr im Wege stehen. Schnell wurden noch die Bojen für die Schwimmstrecke gelegt und die Helfer für die Kinder eingeteilt. Dann konnte es also losgehen. Und für viele Füchse war es der erste sportliche Vergleich in diesem Jahr überhaupt, denn die anhaltende Corona-Pandemie ließ in den vergangenen Wochen nicht allzu viel Sport zu.

Umso erfreulicher war es natürlich, dass sich die Füchse zu diesem internen Vergleich zusammengefunden hatten. Erschienen war auch Arendsees Bürgermeister Norman Klebe, der es sich – wie auch schon im vergangenen Jahr auch – nicht nehmen ließ, das Training zu beobachten. Was er zu sehen bekam, war toller Sport und vor allem auch viele lachende und freudestrahlende aber auch am Ende erschöpfte Gesichter.

Zunächst waren die Kinder an der Reihe. Die mussten knapp 200 Meter schwimmen, 5 Kilometer Radfahren und anschließend noch einen Kilometer laufen. Einen feinen Start-Ziel-Sieg holte sich der Genthiner Janne Beuer, obwohl er beim Start noch auf dem nassen Rasen zum Schwimmeinstieg gestürzt war. Danach war er aber nicht mehr zu bremsen, stieg als Erster aus dem Wasser und gab diese Führung auch bis zum Ziel nicht mehr ab. Er siegte in nur 22:47 Minuten vor Odin Kurbjuweit (23:35) und Lukas Ringe (25:45).

Danach machten sich Männer und die eine Frau auf die Jedermann- und Olympische Distanz. Die Temperaturen kletterten indes mehr und mehr, so dass sicher keiner der Teilnehmer traurig war, dass es gleich einmal ins Wasser ging.

Pech für Christian Kallus auf der Radstrecke

Während bei den Jedermännern sieben Teilnehmer dabei waren, hatten sich für die Olympische Distanz gleich 13 Starter angemeldet. Hier hatte am Ende Marco Grund von den Triathlonfüchsen die Nase vorn. In 2:20:32 Stunden siegte er vor Patrick Wendt (2:31:46) und Matthias Schmaler (2:32:25). Pech hatte indes Christian Kallus, der an der Kreuzung in Heiligenfelde eine Reifenpanne hatte und den Zielstrich am Ende leider nicht mehr sehen konnte.

Den Sieg in der verlängerten Jedermann-Distanz sicherte sich souverän Ronald Schaffer, der nur 1:24:14 Stunden für die Strecke benötigte. Einen Zweikampf um Silber lieferten sich Hendrik Weber (1:30:07) und Doreen Gladis (1:30:28).

„Heute ging es wirklich um nichts. Wir wollten alle richtig Spaß haben und uns auch einfach einmal wiedersehen“, so Kersten Friedrich.

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