Füchse bei der Challenge Almere-Amsterdam

Mit der Teilnahme an der Challenge Almere-Amsterdam betraten die Triathlonfüchse Dirk, Ronald und Matthias im wahrsten Sinne des Wortes: Neuland.

Tatsächlich wurde Almere etwa 25 km östlich von Amsterdam auf einem trockengelegten Polder des Ijsselmeeres errichtet. Und das erst ab 1975. Die Stadt liegt zirka fünf Meter unter dem Meeresspiegel und wird in den kommenden Jahren um zwei weitere Bezirke anwachsen. So ein Ort ohne historische Bauten übt eine sehr eigene Faszination aus. Es handelt sich um eine junge, moderne Stadt mit einer auch sichtbar jungen Bevölkerung. Fast im Widerspruch dazu steht die seit 1983 durchgeführte Veranstaltung selbst, denn dabei handelt es sich um das zweitälteste Langdistanzrennen (nach dem Ironman Hawaii) der Welt.

Am Sonnabend starteten dann bei besten Bedingungen kurz nach 7 Uhr zuerst die Profis über den langen Kanten. Unter Ihnen auch die derzeit berühmteste Einheimische: Yvonne van Vlerken. Sie hatte im Vorfeld angekündigt, hier ihr letztes Rennen zu absolvieren. Und so konnten wir am Abend vorher schon ihr rosafarbenes Triathlonrad im Wechselgarten „bewundern“.

Die Füchse hatten sich für die Mitteldistanz angemeldet und starteten gegen 8.45 Uhr mit der ersten Disziplin. Durch den „rollenden Start“ verteilten sich alle Triathleten gut im See „Weerwater“. Das Wasser war extrem klar und auch leicht verkrautet. Das Schwimmen lief bei allen dreien gut und anschließend ging es ins Wechselzelt, den roten Beutel finden, raus aus dem Neopren, rein in die Radschuhe, Helm auf und ab zu den Rädern. Die Strecke wurde einen Tag vorher schon mal zum Teil erkundet und somit waren die Füchse mit den örtlichen Gegebenheiten (zahlreiche Bremsschwellen, Überfahrten aus Gitterrosten) etwas vertraut. Der Wind hielt sich in Grenzen und ein zehn Kilometer langer Abschnitt führte nahezu spurgerade am Ijsselmeer entlang – nur unterbrochen von diesen Bremsschwellen. Später gab es noch einen kürzeren Abschnitt auf einem schmalen Radweg. Zwei TT-Lenker hatten mit vorheriger, lautstarker Ankündigung des Überholvorgangs gerade so Platz. Es ging alles gut. Zweiter Wechsel, nun war der blaue Beutel mit den Laufschuhen wichtig. Schnell noch mit einem Gel nachgetankt und ab auf die 7km-Laufrunde um Weerwater-See. Die Veranstalter haben sich nicht lumpen lassen und so hatten die Triathleten die Möglichkeit 14mal(!) einen Verpflegungspunkt während des Halbmarathons anzusteuern. Und hier gab es eine reiche Auswahl an Getränken, Gels, Obst und sogar Salzstangen. Dirk hat das leider auch nicht geholfen und so musste er den Wettkampf kurz vor Ende der zweiten Runde mit Magenproblemen vorzeitig beenden. Auch Matthias erwischte es: die Wade war noch nicht vollständig auskuriert und hatte bei Kilometer 9 endgültig genug. So war es an Ronald die Farben der Füchse erfolgreich ins Ziel zu tragen. Und das tat er mit einem gewohnt starken Ergebnis in seiner Lieblingsdisziplin. Voller Freude und Stolz nahm er die Medaille für seine erste absolvierte Mitteldistanz entgegen. Herzlichen Glückwunsch!

Die Verpflegung nach dem Rennen spricht ganz klar für eine erneute Teilnahme: Nudeln, Aufläufe, Salate, Hühnchen, Sandwiches, Pommes und ein Haufen Süßigkeiten. Es gab nahezu alles. Nach einigen Stunden der Erholung ging es abends nochmal zum Zielbereich. In guter Tradition wurden die letzten Langdistanz-Finisher kurz nach 22 Uhr von den Siegern Yvonne van Vlerken und Matthew Trautman beglückwünscht. Ja, Yvonne hat es in ihrem letzten Wettkampf mit einem starken Marathon tatsächlich aufs oberste Treppchen geschafft. Und anschließend hat sie die Laufschuhe nicht an den berühmten Nagel gehangen, sondern ins Publikum geworfen. Was für ein Abschied!

Ronald Schaffer: 601. Platz, 5:25:07 Std, 86. Platz M45

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