Erfolgreiche Triathlonfüchse bei der HÖLLE VON Q

Drei Osterburger Triathlonfüchse haben es gewagt durch die Hölle zu gehen, Thomas Weber, Karsten Thiede und Siegmar Kirchner. Bei diesem anspruchsvollem Mitteldistanz-Triathlon erwarteten die Teilnehmer das 2 km-Schwimmen im Ditfurter See, eine 83 km-Radrunde mit 1360 Höhenmetern von Ditfurt nach Thale und der 21,2 km Halbmarathon-Crosslauf von Thale nach Quedlinburg.

Während Thomas und Karsten zum zweiten Mal dabei sein wollten, war es für Siegmar eine Premiere. Für alle drei hieß es früh aufstehen, denn der Sonnenaufgang sollte der richtige Moment für den Schwimmstart sein. Nach den üblichen letzten Vorbereitungen im Morgentau an den Rädern und Wechselkisten war gerade noch Zeit für ein Gruppenbild. Karsten hatte sich aufgrund der moderaten Wassertemperaturen entschlossen im „Biopren“, also ohne Neoprenanzug, zu starten. Am schnellsten war Thomas im Feld der fast 200 Starter unterwegs und nach rund 35 min wieder an Land. Karsten, wie gewohnt als Brustschwimmer unterwegs, fand nach gut 42 min den etwas schlüpfrigen Ausstieg, bevor Siegmar ein paar Minuten später folgte. Klar war jedem, dass man die ersten 35 bis 40km überlegt angehen sollte, denn die Strecke hat es erst im zweiten Teil in sich. Mit dieser Strategie waren alle Drei gut beraten und kamen zunächst gut zur Roßtrappe hoch und vor allem auch wieder heil runter. Die Piste hinunter nach Thale gleicht durch einen extrem holprigen Flickenteppich eher einer Kopfsteinpflasterstraße. Da hieß es Lenker festhalten und kühlen Kopf bewahren. Damit nicht genug, denn der doppelt zu fahrende Anstieg, am Hexentanzplatz vorbei, nach Friedrichsbrunn ist ein Baustein des höllischen Charakters dieser Veranstaltung. Auch die technisch anspruchsvollen Abfahrten wurden gemeistert. Thomas war nach gut 3,5 h Wettkampfzeit mit Blick auf die besten 50 sehr gut unterwegs, Karsten folgte 40 Minuten später und Siegmar kurz dahinter. Unten in Thale angekommen, wurde die zweite Wechselzone angesteuert. Helfer standen parat um den richtigen Platz zu finden. Das Rad also abgestellt, Schuhe gewechselt und los zum dritten Teil der Höllenreise. Zum Glück verteilt sich der Großteil der über 200 Höhenmeter auf die erste Hälfte der Halbmarathonstrecke. Ausreichend Verpflegungsstellen, zahlreiche Stimmungsnester sowie engagierte Helfer leisteten tolle Unterstützung auf den steinigen Wegen mit deutlichem Crosslaufprofil. Am Stimmungnest Marienhof in Neinstedt ist gefühlt Halbzeit und man wird noch mal richtig gepusht für die letzten Kilometer entlang des Bodetales in Richtung Quedlinburg. Danke an die “Schrottband” und alle anderen Beteiligten dort. Am ersehnten Ortsschild von Quedlinburg endlich angekommen, ging es durch den Wordgarten und weiter über Kopfsteinpflaster hoch zum Schlossberg, der letzten „Gemeinheit“, 1km vor dem Ziel. Thomas‘ Uhr fand zunächst den Satelliten nicht, aber nach 30 Minuten konnte er sich wieder auf die Renneinteilung konzentrieren. Und trotz der vorhergehenden Belastungen, vor allem durch das Radfahren, konnte er diesen harten Halbmarathon in rund 2 Std. bewältigen. Die Uhr im Ziel blieb für ihn nach rund fünfeinhalb Stunden stehen. Siegmar, als starker Läufer, konnte Karsten nach 5km überholen und war auf dem HM nur 4 Minuten langsamer unterwegs. Karsten kämpfte sich in seiner „Lieblingsdisziplin“ Schritt für Schritt in knapp unter 3 Std. über die Strecke. Im Ziel konnte er sich über die Verbesserung seiner Vorjahresleistung um mehr als eine halbe Stunde freuen.

Am Ende konnten sich die drei Finisher der Hölle von Q auch noch über sehr gute Platzierungen in der Mitteldeutschen Meisterschaft über die Mitteldistanz freuen. Startberechtigt waren Triathleten mit Startpass aus Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. Thomas (SEN 1) und Siegmar (SEN 5)sind nun Mitteldeutscher Meister und Karsten (SEN 4)Vizemeister. Alle drei waren vom Gesamtkonzept dieses Triathlon Events begeistert, lobten die Organisation, die engagierten Helfer und die Atmosphäre in den Stimmungsnestern. Man wird sie vielleicht im nächsten Jahr wieder durch die Hölle gehen sehen.

  • Ergebnisse: 
  • Thomas 54. Platz Gesamt 05:33:49 Std. (00:35:22/02:54:15/02:01:11) Platz 5 SEN1 
  • Siegmar 127. Platz Gesamt 06:30:26 Std. (00:45:38/03:33:25/02:04:25) Platz 2 SEN5
  • Karsten 142. Platz Gesamt 07:12:21 Std. (00:42:22/03:25:01/02:59:34) Platz 7 SEN4 
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