Eigener Verzicht bereitet anderen Freude

 —–SPENDENAKTION FÜR RADSPORTLER AUS ECUADOR UND GAMBIA—–

Als kleine Kinder haben wir es vermutlich alle nicht verstanden, Spielzeug zu teilen. Oder noch schlimmer: Süßigkeiten!?

Heute, wo wir schon groß sind, sieht das vielleicht anders aus. In dieser Hoffnung rufen wir alle Füchse und auch die befreundeten Vereine auf, nach folgenden entbehrlichen Dingen in Ihren Klamottenschränken, Kellern, Garagen und Dachböden zu suchen:

Rennradteile (alles vom kleinsten Ritzel, über Bremshebel bis hin zum Laufrad oder Rahmen; nahezu egal wie alt, aber funktionsfähig und möglichst sauber)

Radkleidung (alles, bis auf dickere Winterradsachen; auch hier gilt möglichst intakt und sauber)

Zubehör (Helme, Brillen, Flaschen, Radtaschen, Pumpen, Beleuchtung, Mäntel, Schläuche…)

Wolfgang Brandl aus der Nähe von Regensburg bringt diese Dinge persönlich oder per Fracht nach Ecuador und Gambia. Wolfgang ist selbst Radsportler und Ecuador ist der Liebe wegen, seine zweite Heimat geworden. In Gambia lebt sein Freund Sarjo Cessay, den er bei der Tour de Senegal 2016 kennenlernte. In beiden Regionen freuen sich die Radsportler über die einfachsten und für uns selbstverständlichsten Dinge.

Wir haben mit Wolfgang bereits Kontakt aufgenommen. Er findet’s „genial“! Um ihn nicht mit den Logistikkosten allein zu lassen, könnt Ihr gern auch Geld spenden. Unser Partner die terraplan GmbH wird sich hier ebenfalls nicht lumpen lassen.

Wenn Ihr die Spenden beisammenhabt, wendet Euch bitte an melanie.wiechert@tf-obg.de. Wir werden Euch über Sammelstützpunkte und ein eingerichtetes Spendenkonto auf unserer Homepage, unseren sozialen Medien oder auch im direkten Austausch informieren.

Und Ihr schaut jetzt bitte in die Schränke und Kisten, was alles entbehrlich ist.

Wir freuen uns auf viel Arbeit.

Und teilt, teilt, teilt bitte diese Aktion über alle Euch bekannten und vertrauten Kanäle.

Füchse beim IRONMAN Nizza u IRONMAN 70.3 Aix-En Provence

Bei einem der schönsten Rennen weltweit, dem IRONMAN France-Nice, standen am 12. September unsere Füchse Christian Dülken, Patrick Wendt u Christian Kallus an der Startlinie. Es sollte für sie der bis dato härteste, jedoch auch attraktivste Wettkampf werden.
3,8 km Schwimmen in türkisblauem Wasser der Côte d’Azur, 180 km Radfahren durch die französischen Alpen mit anspruchsvollem Parcours und 42 km Laufen an der weltberühmten Promenade des Anglais sollten irgendwie, wenn möglich aber auch schnell, auf den Uhren der drei Füchse stehen.
Wie bei fast jedem Ironman beginnt der Tag für die Athleten schon recht früh. Den Profis beim Start noch angefeuert, stiegen kurz vor acht Uhr dann auch die Füchse zeitgleich in das angenehme ruhige Mittelmeer. Vom ruhigen Wasser war schnell nichts mehr zu sehen. Trotz Rolling-Starts ging es bereits hier zur Sache, nicht nur ein Kampf gegen das Wasser, nein, auch ein Kampf gegen die Athleten.
Diesen Kampf haben unsere Füchse zumindest schonmal gut überstanden. Relativ dicht beisammen kamen alle drei zufrieden aus dem Wasser. Patrick als sehr guter Schwimmer bekannt, kam als Erster in die Wechselzone. Knapp eine Minute später kam Christian Kallus, mit seinem erreichten persönlichen Ziel unter 1:10 Std zu bleiben, in den Radgarten. Christian Dülken folgte ihm nur 34 Sekunden später.
Beim anschließenden Wechsel aufs Rad verlor Patrick seinen Vorsprung auf beide Vereinskollegen. Trotz der Fülle und leichten Unübersichtlichkeit des Radgartens schaffte es Christian D. am schnellsten zu wechseln und fuhr als erster Fuchs auf den Radkurs, zunächst entlang der Küste. Christian K. war ihm auf den Spuren, allerdings wusste er zu diesem Zeitpunkt nicht, wie lange noch.

Bereits in der  Wechselzone bemerkte er am Vorderrad fehlende Luft, entschied sich jedoch, die Radfahrt ohne Luftpumpen zu beginnen. Nun hieß es hoffen, dass die verbliebenen gefühlten 2 BAR auch bis ans Ende des Parcours halten. Mit ein paar Watt mehr Treten, konnte er schnell Christian D. ein- und überholen. Der bergige Radkurs mit den intensiven Steigungen lag ihm. Für Christian D. war es der zweite harte Kampf in diesem Wettkampf und es sollte nicht der letzte bleiben. Früh merkte er, dass die Beine nicht so wollen, wie geplant. Und wenn die Beine nicht mehr wollen, dann kommt irgendwann auch noch der Kopf dazu. Physisch nicht auf der Höhe, mit dem bevorstehenden Marathon im Hinterkopf, war die Motivation relativ schnell von dannen. Das einzig Gute auf der Radstrecke waren vermutlich die schnellen Abfahrten, bei denen er immerhin noch viele Athleten wieder einholen konnte. Eingeholt hat er zunächst auch Christian Kallus wieder,  da dieser nach ca 60 km nun doch mit seinem Rad und ohne Luft am Straßenrand stand. Schnell eine CO2-Kartusche zugeworfen, machten sich beide wieder an die harte Arbeit auf dem Rad. Der Col de I’Ecre sollte ja schließlich noch bezwungen werden.
Nach 06:01 Std. erreichte Christian K. die zweite Wechselzone, nur 10 min später rollte auch Christian D. ein. Patrick, der es wohl am schwersten der drei Füchse hatte, wegen der wesentlich wenigeren Trainingsumfänge, konnte nach 6:43 die Wechselzone erreichen. Nach diesem wilden Radkurs war er dennoch zufrieden. Zufrieden war auch Christian K. und kann auch Christian D. sein, auch wenn er mehr erwartet hätte. 2400 HM auf 180 km sind eben kein Zuckerschlecken, man weiß nie, was einem genau erwartet.
Auf der flachen Laufstrecke, entlang am Mittelmeer in der Hafenstadt Nizza, konnte Christian K. seine Stärke zeigen. Ein schneller Wechsel in die Laufschuhe und einen schnell gelaufenen Marathon, brachten ihm am Ende einen sehr guten 18.Platz in seiner Altersklasse ein. Nun stellt Euch vor, die 15 min Radpanne würden noch abgezogen werden. Da wäre sein persönliches Ziel, in den Top Ten seiner AK zu landen, mehr als drin gewesen.
Christian D. vom Radfahren enttäuscht und mental angeschlagen, machte sich mit Widerwillen auf die Laufstrecke. Da mussten die mitgereisten Fans schon tatkräftig anfeuern und lautstark unterstützen, sollte es doch kein Wandertag für ihn werden. Da sagt selbst Christian „Großes Dankeschön an Tina und Lydia“. Noch unter 4 Std. beim Marathon geblieben, war er dennoch mehr als unzufrieden. Nicht annähernd an seine Trainingsleistung anknüpfen und weit hinter seinen Erwartungen zurück geblieben,  war der Zieleinlauf nach 11:32:08 schon eine sehr große Enttäuschung.
Auch für Patrick war der Marathon hart, dennoch biss er sich durch. Schon auf der Radstrecke gegen die hohen Temperaturen kämpfend, machten diese ihn auch auf der Laufstrecke zu schaffen. Allerdings konnte er sich im Gegensatz zu Christian D. motivieren und kämpfte. Mit einer nicht ganz zufriedenen Marathonzeit von 04:12 Std. erreichte Patrick nach 12:22:24 Std. das Ziel. Am Ende glücklich und zufrieden über einen krassen Wettkampf in einer wunderschönen Gegend – Anschlussurlaub vorausgesetzt.
Hier die Ergebnisse zum IRONMAN:

Christian Kallus: 10:37:32 Std., 79. Platz gesamt / 18. Platz AK
Schw 01:09:51 Std. / Rad 06:01:30 Std. / Lauf 03:14:20 Std.

Christian Dülken: 11:32:08 Std., 224. Platz gesamt / 42. Platz AK
Schw 01:10:25 Std. / Rad 06:11:37 Std. / Lauf 03:59:19 Std.

Patrick Wendt: 12:22:24 Std., 427. Platz gesamt / 76. Platz AK
Schw 01:08:54 Std. / Rad 06:43:54 Std. / Lauf 04:12:06 Std.

Für die beiden Christian’s war im Anschluss schnelle Regeneration, kurzer Strandbesuch und Pflichtbesuch der Innenstadt angesagt – zu mehr war keine Zeit. Drei Tage später ging es schon wieder weiter. Der Ironman 70.3 Aix-En Provence stand am 19.09. bei beiden im Rennkalender.

Sollte er eigentlich als Vorbereitungsrennen für Nizza dienen, wurde es jedoch anhand der letztjährigen Umstände auf den 19.09. verlegt. Mit nicht allzu hohen Erwartungen, dennoch hoch motiviert, fuhren die beiden Füchse dementsprechend am Mittwoch dorthin. Am Donnerstag gab es noch einen kurzen Radstreckentest. Freitag wurde sich erholt und Samstag musste dann schon das Rad am 25 km entfernten Lake Peyrolles eingecheckt werden. Am Sonntag dann mit dem Shuttle zum Schwimmstart, ging es für beide Füchse eher schlecht als recht los. Beide konnten nicht an ihre gute Schwimmleistung in Nizza anknüpfen. Nichts desto trotz stiegen sie weiterhin hoch motiviert aufs Rad und kämpften sich über die bergige Strecke mit beachtlichen 1200 HM. Hier lief es für beide schon wesentlich besser. Für Christian K. war es seine beste Performance auf dem Rad bei einer Mitteldistanz. Mit unerwartet guten Zeiten erreichten beide den zweiten Wechselgarten und machten sich dann auf die recht anspruchsvolle Laufstrecke mit 220 HM. Hier sollte es mehrere kleine steile Anstiege geben, die es in sich haben. Aber auch beim Lauf lieferten beide ordentlich ab, die Beine fühlten sich, außer an den Anstiegen, gut an. Als ob nichts gewesen wäre, kaum zu glauben, was alles noch so geht, eine Woche nach einer Langdistanz. Nach den überglücklichen Zieleinläufen standen Topzeiten auf den Uhren. Rundum zufrieden sind wohl beide. Für Christian Kallus die bisher beste Leistung auf einer Mitteldistanz-Strecke. Christian Dülken ist ebenfalls zufrieden, allerdings kommt bei ihm die Frage auf, ob das ziemlich hohe Trainingsaufkommen überhaupt im Verhältnis zu den erbrachten Leistungen steht. Natürlich, denn nicht jeder Tag ist gleich und wir lieben es eben. Auch du, Christian! Bis zur nächsten harten u langen Trainingsphase wünschen wir erstmal gute Regeneration und sagen Chapeau für Eure Leistungen. Glückwünsche an alle Finisher.
Hier noch die Ergebnisse vom IRONMAN 70.3:

Christian Kallus: 04:52:16 Std., 70. Platz gesamt / 13. Platz AK
Schw 00:38:54 Std. / Rad 02:36:31 Std. / Lauf 01:28:42 Std.

Christian Dülken: 05:15:38 Std., 162. Platz gesamt / 21. Platz AK
Schw 00:36:41 Std. / Rad 02:48:24 Std. / Lauf 01:43:16 Std.

Müll-Sammelaktion der Triathlonfüchse

Kurz vor dem Altmarklauf und der Schlammschlacht wurde im Osterburger Wald wieder fleißig aufgeräumt und Müll gesammelt. Wie schon im vergangenen Jahr auch, hatten die Osterburger Triathlonfüchse gemeinsam mit Bürgermeister Nico Schulz, Revierinhaber Adrian von Bernstorff, Pächter Dr. Lucas von Bothmer und Jagdaufseher Dennis Reichstein wieder zu einer Müll-Sammelaktion aufgerufen. Und ohne es zu wissen, fand die Aktion irgendwie auch im Rahmen des Clean-up-Day Sachsen-Anhalt statt, der ebenfalls an diesem Wochenende viele Menschen dazu aufrief, Müll zu sammeln. Allerdings wollten die Füchse diese Aktion schon viel eher starten, doch die anhaltende Corona-Pandemie machte immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Nun, im Vorfeld der beiden Wettkämpfe am Wochenende, war es aber soweit. „Bürgermeister Nico Schulz hat den Kontakt zum Umweltschutz-Amt hergestellt. So konnten wir gleich einen Container bestellen. Insgesamt waren zehn Leute, davon gleich neun Füchse, im Einsatz. Der Container ist auch fast voll geworden. Sehr schade finde ich persönlich, dass es immer noch Menschen gibt, die so etwas machen. Daher für diejenigen, die den Müll im Wald oder in der Natur entsorgen, die Daumen nach unten“, so Triathlonfüchse-Chef Kersten Friedrich.

Triathlonfuchs Marcus Herbst bleibt in St. George ohne WM-Wertung

Ein Beitrag von Thomas Köpke:

Nach der erfolgreichen WM-Teilnahme beim Ironman 70.3 in Südafrika 2018 und einem hervorragenden 12. Platz, hatte sich der Osterburger Triathlonfuchs Marcus Herbst für die Weltmeisterschaft 2021 über die Halbdistanz, die am vergangenen Sonnabend in St. George (Utah) in den USA stattfand, viel vorgenommen.
Doch am Ende erreichte der Kloster Neuendorfer und Wahl-Leipziger seine persönlichen Ziele nicht.
„Die Enttäuschung sitzt tief. Am Ende bin ich zwar als Gesamt-25. ins Ziel gelaufen, aber das Ergebnis war nicht das, was ich mir vorgenommen hatte, zumal es auch die WM war“, so der Triathlonfuchs.
Im Endeffekt wurde Herbst jedoch disqualifiziert und blieb somit ohne offizielle Wertung. Herbst hatte auf dem Rad, nach passablem Schwimmen, von einem Kampfrichter für zu frühes Einscheren eine Zeitstrafe von 30 Sekunden kassiert und musste warten. Im Wechselzelt summierte sich das aber auf fünf Minuten. „Wenn man dann aber halt in einer Gruppe der absoluten Weltspitze ist und die laufen alle los und selbst muss man warten und zuschauen, ist das auch mental nicht so einfach“, erklärt der Altmärker.
Zu diesem Zeitpunkt war ihm bereits klar, dass das Rennen quasi vorbei und damit für ihn gelaufen war. „Man ist einfach, wenn man fünf Minuten aufgebrummt bekommt, auf diesem Niveau auch nicht mehr konkurrenzfähig“, so der Osterburger Triathlonfuchs. Dann traf Herbst jedoch eine folgenschwere, aber für ihn richtige Entscheidung. „Ich wollte das Rennen unbedingt beenden, das ist mir sehr wichtig. Ich bin nach 30 Sekunden losgelaufen, ich konnte irgendwie keine fünf Minuten warten, das ging einfach nicht“, so Herbst. Zu diesem Zeitpunkt war ihm wohl aber schon klar, dass es dafür nur eine Disqualifikation geben kann und wird.
Allerdings war der Kloster Neuendorfer auch so nicht zufrieden mit sich und seiner gezeigten Leistung. „Ich bin vor vier Wochen in Frankfurt über die Langdistanz gestartet, das Ziel hieß ganz klar, das Ticket für Hawaii zu bekommen. Innerhalb der dann folgenden vier Wochen im Tempobereich auf 70.3 umzustellen, war eine sehr große Herausforderung, weil ich nach dem Rennen einige Tage Erholung hatte und schon sehr früh nach Amerika gereist bin“.
Dennoch bleibt die Erkenntnis, dass Herbst vorn mithalten kann. Wenn der Altmärker wieder in der Heimat angekommen ist, wird er die restliche Saisonplanung in Angriff nehmen. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen gibt es Anfang Dezember noch einen 70.3 Ironman in den USA. Die zweite Möglichkeit wäre aber, noch eine weitere Langdistanz in Angriff zu nehmen, um eine möglichst frühe Kona-Quali, das wäre ein Ironman-Wettkampf Ende November in Südafrika, anzustreben.

Füchse bedanken sich für neue Laufkleidung

Schon lange gab es bei den Füchsen den Wunsch auch bei Lauftraining und -wettbewerben Trikots und Hosen in Vereinsfarben zu tragen. Ermöglicht wurde das durch die großzügige Unterstützung der Firmen Mölders Baucentrum, Feuerbestattung Perleberg, Tree of Life und terraplan.

Hierfür bedankte sich nun der Vorstand der Triathlonfüchse Osterburg persönlich bei den Verantwortlichen Doreen Wolff (Mölders, Tangermünde), Michael Hohmeyer (Feuerbestattung Perleberg), Marcel Hohmeyer (Tree of Life, Seehausen) und Dirk Zimmermann (terraplan).

Nun liegt es an uns, zu zeigen, dass die neue Laufkleidung (inklusive diverser Trainingseinheiten) richtig schnell macht.

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