Ironman Tallinn – Karsten Thiede finisht

Schon wieder finisht ein Fuchs einen Ironman. Hier für Euch der Erlebnisbericht von Karsten:

Ein paar Tage nach meinem zweiten Finish einer Langdistanz, diesmal in der estnischen Hauptstadt Tallinn, hier mein Erlebnisbericht. Begleitet wurde ich von meinem „Coach“ und Freund Pitt.
Nach einer langen Anreise über den Landweg durch Polen, Litauen und Lettland erreichten wir nach 1700 Kilometern die alte Hansestadt Tallinn. Zwei Tage vor dem Start bezogen wir das Quartier und fuhren zunächst in die City um die Startunterlagen abzuholen und uns einen Überblick zu verschaffen. Der Freedom Square am Rande der Altstadt war Mittelpunkt für die Expo/Messe, das Infozentrum, Wechselzone (Rad/Lauf) und dem Zielbereich. Wenn man die Startnummer, den Transponder und alles andere in der Hand hält, meldet sich die Vorfreude langsam. Das galt übrigens auch für Pitt, denn am Sonntag sollte für ihn ein Jedermann auf dem Programm stehen. Noch war ich aber ruhig und entspannt. Da es also zwei Wechselzonen gab, fuhren wir zum Hafengelände. Rund um den alten Hafen für Wasserflugzeuge, heute Teil des Meeresmuseums, sollte der Schwimmstart erfolgen und die Wechselzone (Schwimmen/Rad) Platz finden. Das Ganze erwies sich als tolle Kulisse für einen Triathlon und erhöhte die Vorfreude umso mehr. Am Vortag des Wettkampfes stand noch eine lockere Runde auf dem Rad an, verbunden mit einer Teilbesichtigung der Radstrecke. Das Wetter war sommerlich warm und lud deshalb anschließend zu einem Bad in der Ostsee ein. Nur 200m vom Quartier entfernt also etwas Strandzeit. Das Abendessen in der sehenswerten und berühmten Altstadt von Tallinn (UNESCO-Weltkulturerbe) war der Abschluss der Wettkampfvorbereitung.

Irgendwie hat es mit der Einstellung des Weckers nicht richtig geklappt, jedenfalls wurden wir am Renntag um 5.30 Uhr eine Stunde zu spät wach. Das fing also gut an, ich versuchte ruhig zu bleiben und beim Packen der Sachen nichts zu vergessen. Trotzdem ging es etwas hektisch zu und das Frühstück gab es im Auto. Zum Glück war der Hafen nur 10 Minuten entfernt und wir fanden noch einen Parkplatz in der Nähe. So checkte ich noch rechtzeitig in die Wechselzone ein und konnte mich startfertig machen.
Als ich den Worten der Moderatoren lauschte, glaubte ich zunächst mich verhört zu haben, denn die Wassertemperatur sollte nur 15,4° C betragen, aber es stimmte. Wo war das warme Wasser vom Vortag hin? Um mich herum hatten Teilnehmer zusätzlich zum Neoprenanzug auch Mützen, Handschuhe und Schuhe aus Neopren an. Da ich schon in so kaltem Wasser geschwommen bin, allerdings noch nie fast 4 km, dachte ich „das kriegst du hin, ruhig blieben!“. Das Gute bei den IRONMAN-Veranstaltungen ist, dass inzwischen meist der rollende Start praktiziert wird, bei dem die Athleten nach und nach ins Wasser gehen und die Zeit erst kurz vor dem Wasser ausgelöst wird. So herrscht viel weniger Gedränge als wenn 1300 Schwimmer gleichzeitig starten.
Um 6:45 Uhr fiel der Startschuss für die Profis, u.a. mit meinem Vereinskollegen Per van Vlerken (Bittner), erst danach ging es für alle anderen Starter ins Ostseewasser. Also, die Luft bleibt einem schon kurz weg und auf den ersten 400m dachte ich, mein Gesicht friert ein. Dann aber habe ich meinen Rhythmus gefunden und behalte die Bojen im Auge, um den kürzesten Weg zu finden. Als Brustschwimmer finde ich mich meist im hinteren Mittelfeld wieder und kann auch diesmal zahlreiche Krauler überholen, da ich weit hinten im Feld gestartet bin. Das Wasser unter mir ist dunkel und manchmal tauchen irgendwelche Tierchen und Algen auf. Ich komme gut voran, bleibe in meinem Tempo und komme dem Ziel näher. Längst nicht alle Triathleten beenden das Schwimmen und lassen sich aus dem Wasser ziehen.
Nach rund 1,5 Stunden gehe ich wieder an Land und laufe zur Wechselzone, finde meinen Beutel sofort und ziehe mich im Zelt ruhig aber zügig um.

Ab zum Rad, raus auf die Strecke!
Meine Lieblingsdisziplin steht an. Die ersten Kilometer aus der Stadt heraus sind noch eng, kurvig und holprig. Die Streckenbesichtigung macht sich hier bezahlt. Ich kann viele überholen und zweite Spur fahren. Raus über die letzte Brücke auf die Bundesstraße und wieder gilt es den Rhythmus zu finden und aufzupassen, nicht zu überziehen. 180 km sind nicht zu unterschätzen. Es macht richtig Spaß und es rollt ganz gut durch die ländliche Umgebung Tallinns. Das Profil ist zunächst wellig und der Asphalt gut, später auch holprig und grob. In Richtung Küste ziehen sich zwei drei moderate Anstiege hin, die dann aber mit einem Blick über die Steilküste aufs Meer belohnen. An der Strecke hat sich Pitt eine Stelle gesucht um mich anzufeuern und Zeiten zu zurufen. Das motiviert mich weiter, denn das Tempo stimmt, ist sogar etwas zu schnell, also muss ich korrigieren. Es sind zwei Runden zu fahren und ein Abstecher nach Süden hält Gegenwind, Hügel, zwei Autobahnbrücken und zahlreiche Kreisel bereit. In diesem Rennabschnitt begegne ich zwei Mal Per und wir feuern uns gegenseitig an. Ein Motivationsschub. Kurz nach dem Wendepunkt setzt ein erster Regenschauer ein, die dunklen Wolken lassen nichts Gutes erahnen. In der zweiten Runde gibt es dann richtig Wasser von oben und Graupelkörner prasseln auf den Helm, begleitet von Blitzen und Donnergrollen. Ich lasse mich davon nicht beeindrucken und versuche mein Tempo zu halten, auch wenn das Wasser auf den Straßen steht. Andere Athleten sind vorsichtiger und so kann ich diese noch überholen. Auf dem Rückweg nach Tallinn lässt der Regen nach und lässt große Pfützen auf den Straßen zurück. Auf der letzten großen Brücke, 10 km vor dem Ziel, melden sich die Oberschenkel protestierend. Also ein bisschen Tempo rausnehmen und vor dem Wechsel lockerer in die City rollen.
Nach weniger als 6 Stunden wird mir das Rad in der Wechselzone von den Bike-Fängern abgenommen und ich trabe zu den Umkleidezelten, meinen Beutel reicht mir ein Helfer. Nun Radschuhe aus und mit dem Helm in den Beutel, in die Laufschuhe rein, Cap und Brille auf, Beutel abgeben, weiter geht’s. Die 4. Disziplin, der Wechsel, klappt ganz gut. Aus dem Augenwinkel sehe ich aber auch einen Teilnehmer aus Japan, der nicht heil von der Radstrecke zurück kommt und eine Wunde an der Hüfte verarztet.

Mit Beginn des Marathons wartet gleich der erste 500m lange Anstieg zur Altstadt hoch, also gehe ich erst mal, um meinen Rhythmus zu finden, wieder einmal. Das Laufen ist nun mal meine „Lieblingsdisziplin“. Ich lasse es ruhig angehen und nutze jede Versorgungsstation zum Auftanken. Es gilt außerdem erst mal die Strecke kennen zu lernen. Es ist ein ständiges Auf und Ab, wechselnde Untergründe verlangen alle Aufmerksamkeit. In der ersten Runde bremsen mich kurze Krämpfe gleich zu Beginn und auch auf dem Kopfsteinpflaster der Altstadt. Die Sonne ist nach dem Gewitter mit Macht zurückgekehrt und so bin ich froh, dass die Verpflegung alles bereit hält was man braucht. Die Helfer sind sehr engagiert und reichen alles zu, preisen es lautstark an. Es gibt sogar Crash-Eis und auch zwei Duschen auf der Strecke. Die ersten beiden Runden fühle ich mich gut, laufe einfach mein Tempo und werde an den Bergaufpassagen zum Fußgänger, wie viele andere Läufer auch. Pitt taucht an verscheiden Ecken auf, pusht und motiviert mich, macht Fotos. Es ist gut jemanden an der Strecke zu wissen, ein Backup zu haben.
Wie im letzten Jahr, gilt es auch hier vier Runden zu absolvieren. Die von mir gefürchtete dritte Runde läuft viel besser als erwartet, mein Tempo erhöht sich sogar wieder ein wenig. Es liegt sicher auch an den Zuschauern an der Strecke, die jeden anfeuern. Oft höre ich „you can do it“ und andere Worte in vielen Sprachen. Auch der eigene Name wird gerufen, da er ja auf der Startnummer steht. Deutsche Zuschauer freuen sich über den Landsmann. Viele Gesichter sieht man Runde für Runde wieder. Auch andere Teilnehmer pushen mich, mit manchen bleibt Zeit ein paar Worte zu wechseln. So mit Alexander aus Russland, der seinen ersten Ironman macht oder mit Valerie aus Canada. Sie ist 72 Jahre alt und wird in ihrer Altersklasse den Hawaii-Startplatz gewinnen, zum 20. Mal dort starten. Endlich gibt es das dritte Rundenband und die letzte Runde fühlt sich an, als wenn man bergab läuft. Jetzt ist es gleich so weit, das Ziel kommt näher. Die Gedanken kreisen, Erinnerungen an Hamburg kommen hoch, die Kilometer der Vorbereitung lass ich Revue passieren und Zufriedenheit macht sich breit. Hast es wieder geschafft, denke ich. Zu keinem Zeitpunkt hab ich ans Aufgeben gedacht, nur ab und zu: „Was machst du hier eigentlich?“
Die letzten paar hundert Meter bedanke ich mich bei den Helfern, klatsche Zuschauer ab und genieße die Atmosphäre. Das prickelnde Gefühl auf der Zielgeraden läuft den Rücken runter und ich kann es selbst kaum fassen, es wieder geschafft zu haben.

Gesamtzeit: 13:53:04
Platz 979 von 1072 Gesamt
Platz 30 von 40 AK 55-59
Swim: 01:37:22
Bike: 05:53:21
Run: 06:10:35

 

Drei neue Ironmänner in den Reihen der Füchse

Am 29. Juli 2018 war es wieder soweit, der IRONMAN zog viele Athleten und Zuschauer nach Hamburg, so auch einige Triathlonfüchse aus Osterburg.

An den Start gingen hier Christian Kallus, Patrick Wendt und Sigmar Kirchner. Für alle sollte es Premiere auf der Langdistanzstrecke werden und dafür bereiteten sie sich etwa 9 Monate drauf vor. Ihnen zur Seite standen Kersten und Melanie, welche versuchten sie stets auf der Strecke tatkräftig durch Anfeuerung zu unterstützen. Es schien ihnen gelungen zu sein, es wurde ihnen im Anschluss sehr gedankt.

Christian und Patrick befanden sich seit November 2017 in der Vorbereitung. Sie betreiben den Triathlon noch nicht lange aber schon frühzeitig stand fest, dass sie bald ein Ironman sein wollten.

Gesagt, getan…für Hamburg 2018 wurde sich entschieden. Im Winter legten sie den Schwerpunkt im Training auf das Schwimmen, da hatten beide noch so einiges zu verbessern. Neben dem Schwimmen wurden aber auch viele Stunden auf der Rolle absolviert, denn ihnen war klar, dass auf dem Bike viel Zeit herausgeholt werden kann und noch so einiges Potential in ihnen steckte.

Nachdem die Sonne dann etwas höher stand schnürten sie auch ihre Laufschuhe wieder das ein oder andere mal mehr in der Woche um auch diese Disziplin nicht außer Acht zu lassen. Ab April ging es dann in die heiße Vorbereitungsphase und die ein oder anderen Wettkämpfe (Duathlon, Triathlon, Halbmarathon) wurden als Testwettkämpfe mit in die Vorbereitung eingebaut. Der letzte große Test war dann die Mitteldistanz beim ArendseeTriathlon.

Sigmar erging es ähnlich, auch er entschied sich für den IRONMAN in Hamburg. Er betreibt den Triathlonsport jedoch schon etwas länger, aber auch bei ihm war es die erste Langdistanz und begann frühzeitig mit der Vorbereitung. Auch er legte Hauptaugenmerk auf das Schwimmen, denn für ihn war es die „Horrordisziplin“. Unter professioneller Anleitung wollte er seine Technik verbessern und so zumindest eine halbwegs gute Schwimmzeit erreichen. Schnell merkte er aber, dass hier kein Erfolg zu holen ist. Beim Schwimmen bessere Zeiten zu erreichen erfordert wirklich langes und hartes Training, und manchmal benötigt man schon 1-2 Jahre dafür. Aber das ist kein Weltuntergang, es gibt ja noch das Rad und den Lauf, wo vieles wieder gut gemacht werden kann. Ein guter Läufer ist Sigmar und trainiert hat er auch gut, Lauf wie auch auf dem Rad. Dafür hat er viel Urlaub geopfert und stets das gute Wetter genutzt. Auch Sigmar bestritt in der Vorbereitungsphase die ein oder anderen Wettkämpfe als Test.

Am 29.07.2018 war es dann für alle drei endlich soweit. Schon ein zwei Tage früher angereist wurde sich ein Überblick verschafft, die Startunterlagen abgeholt und eine letzte lockere Einheit absolviert. Die Aufregung wurde immer größer, die Vorfreude natürlich auch, denn endlich konnte man die lange und teils auch harte Vorbereitungsphase umsetzen. Zum Rückschlag aller wurde 2 Tage zuvor das Schwimmen wegen giftiger Blaualgen in der Alster abgesagt. Auch wenn Sigmar kein guter Schwimmer ist, war er doch sehr enttäuscht, dass aus dem Schwimmen ein Lauf gemacht wurde und es so am Ende (nur) ein Duathlon statt einem Triathlon war. Auch Christian und Patrick waren geknickt, aber es ließ sich eben mal nicht ändern. Alle Athleten mussten da durch und unter selben Bedingungen ihren Plan ändern. Nun hieß es die richtige Taktik für den ersten Lauf, welcher über 6 km ging, zu finden. Christian und Patrick gingen es etwas gelassener an, nicht schneller als das anvisierte Marathontempo wollte es werden. Christian lief die ersten 6 km in einem Pace von 5:07 min/km und Patrick in 5:37 min/km. Sigmar dagegen entschied sich gleich mal schneller loszulaufen und legte einen Pace von 4:38 min/km hin, stattlich! Auf Grund der zuvor entschiedenen Laufpace’s reihten sich Christian und Patrick auch viel später in die Starterreihe als Sigmar ein, so dass dieser schon weit vor den beiden auf der Radstrecke war.

Auf der Radstrecke war so richtig was los. Je später man startete, desto mehr Athleten und dieses bedeutete gleichzeitig „Vorsicht vor Windschattenfahren und Beachten des Reglements“. Es war teils schwierig das Windschattenfahren zu vermeiden und die Überholvorschriften einzuhalten, das Fahren wurde so extrem unrhythmisch. Es gab so einige Athleten, die es drauf ankommen ließen und sich am Ende in der Penalty-Box wiederfanden. Unsere Füchsen jedoch nicht, sie wissen was sich gehört. Auf der Radstrecke hatten unsere drei Füchse genügend Zeit sich noch einmal alles durch den Kopf gehen zu lassen, ob die Entscheidung einen Ironman zu bestreiten auch die richtige war… Aber bei dem Support von Kersten und Melanie, sie machten es sich an einer Kurve / Brücke bequem um so auch frühzeitig die Füchse zu erkennen und mit tobenden Applaus anspornen zu können, war es einfach die richtige Entscheidung. Sigmar hatte noch seine Ehefrau dabei, welche ebenfalls an der Radstrecke zum Anfeuern bereit stand. Auch für ihre Unterstützung ist Sigmar sehr dankbar, gerade auch in der langen zeitintensiven Vorbereitungsphase. Die 180 Radkilometer schafften alle drei in sehr guten Zeiten und gingen auch mit lockeren Beinen auf die Marathonstrecke. Christian absolvierte die Radstrecke in 5:38 Std., dicht gefolgt von Sigmar in 5:41 Std. und Patrick in 5:59 Std..

Christian und Sigmar nahmen sich vor, den Marathon unter 4 Stunden zu laufen. Christian ist es gelungen, Sigmar nicht ganz, jedoch war er am Ende mit seiner Laufzeit doch sehr zufrieden. Ihm war klar, dass er hier die fehlenden Körner auf der Radstrecke ließ. Christian, als sehr guter Läufer bekannt, musste sich anfangs bremsen um so nicht zu überpacen und am Ende dann doch noch einzubrechen. Das ist ihm ganz gut gelungen, so dass er den Marathon relativ locker durchlaufen konnte. Er hatte nicht einmal Muskelkater am folgenden Tag, ich denke da steckt noch etwas Potential in ihm und der nächste Ironman folgt bald. Aber auch Patrick kam zufrieden durch den Marathon und konnte den Zieleinlauf mitten im Zentrum von Hamburg noch so richtig genießen.

Christian und Patrick sahen etwa 2 Stunden danach nicht wirklich so aus, als hätten sie einen Ironman absolviert. Oder waren sie etwa statt bei der Zielverpflegung in der Wellnesfarm? Auch Sigmar brauchte nur 2 Tage um sich vom IRONMAN zu erholen

Für alle drei war es trotz des fehlenden Schwimmens eine tolle Erfahrung und ein megageiles Erlebnis, auch sie dürfen sich jetzt IRONMÄNNER nennen. Den Hamburger IRONMAN können sie nur weiter empfehlen, die Radtsrecke ist super und die vielen Zuschauer an der Laufstrecke erleichtern doch so einiges.

Allen drei war bereits vor dem Start klar, dass auf jeden Fall ein zweiter Ironman, dann mit Schwimmen, kommen wird. Sigmar hat sich bereits für den IRONMAN in Hamburg für 2019 angemeldet, Christian und Patrick sind sich noch unschlüssig und brauchen noch ein paar Tage zum Überlegen, irgendeiner wird es aber werden.

Wir gratulieren allen drei Füchsen zu dieser starken Leistung, echt Hammer und mega geil! Als Supporter an der Strecke zu sein und alles live zu verfolgen ist immer wieder schön. Man fühlt mit und wird aufgeheizt, selber mal ein IRONMAN zu werden.

Hier noch die Ergebnisse:

  • Christian: 10:07:11 Std (30:42 min / 05:38:11 Std / 03:45:59 Std)
  • Sigmar: 10:37:04 Std (27:51 min / 05:41:29 Std / 04:12:40 Std)
  • Patrick: 11:11:55 Std (33:41 min / 05:59:10 Std / 04:23:09 Std)

   

Landesmeisterschaft auf der olympischen Distanz

Während sich die einen am 29.07. auf der Langdistanz beim Ironman in Hamburg (Bericht folgt) versuchten, starteten unsere beiden sehr aktiven Füchse Volker Noffke und Thomas Weber bereits am 28.07. beim Salzlandsparkassentriathlon am Löderburger See.

Bei hochsommerlichen Temperaturen entscheiden sich beide für die olympische Diatanz, da auf dieser auch die Landesmeisterschaft ausgetragen wurde und die weite Anreise für Volker muss sich ja auch lohnen.

Das Wasser war perfekt und lud gerade nur so ein zum Schwimmen, die Lufttemperatur lag bei 35 Grad.

Pünktlich 14 Uhr war Start, nach 33 Minuten kam Thomas als 20. aus dem Wasser, Volker folgte ihm nach etwa 41 Minuten. So ging es für beide anschließend auf die sehr schöne glatte Radstrecke, welche allerdings 44 km lang war und mit 6 Wendestellen eine doch etwas längere Radzeit bescherte .

Bei noch sehr warmer Witterung auf dem Rad, gab es für die Athleten auf der Laufstrecke eine kleine Abkühlung in Form eines Gewitters. Auf den Punkt genau bestellt, machte der heftige Regenschauer das Laufen für alle Teilnehmer etwas erträglicher, so dass auch alle das Ziel erreichten.

Mit einer Gesamtzeit von 2:33:17 belegte Thomas einen guten 11. Platz in der Gesamtwertung (m/w) und holte sich den 3. Platz in seiner Altersklasse mAK40 in der Landesmeisterschaftswertung. Volker konnte sich mit einer guten Laufzeit den 3. Platz in der seiner mAK 50 in der LM-Wertung sichern und belegte am Ende Platz 40 in der Gesamtwertung (m/w).

Beide Füchse waren mit ihrer Leistung und auch der Organisation sehr zufrieden.

Volker hatte sich von Löderburg schnell erholt und stand am Folgetag in Arendsee beim „Lauf um den Arendsee“ gleich wieder am Start, als einziger Fuchs. Es galten bei guten Bedingungen knapp 10 km zu laufen und dabei eine gute Platzierung zu erreichen. Volker konnte die Arendseerunde in erwartungsgemäßen 46 Minuten absolvieren und wurde so 3. in seiner Altersklasse. Er kann einfach nicht genug bekommen aber das zeichnet ihn aus. Wenn es um die Landesligawertung im Triathlon geht und Punkte gesammelt werden müssen ist Volker immer zur Stelle. Nach 4 Landesligawettkämpfen (Arendsee, Roßbach, Wischer u. Havelberg) stehen wir auf den 6. Platz mit 993,35 Punkten, dicht gefolgt vom TV Dessau mit 987,94 Punkten.

Zwei Termine stehen noch an, am 12.08. in Halle und am 18.08. in Oschersleben. Es wäre schön wenn wir als Triathlonfüchse auch wieder Punkte für die Mannschaftswertung sammeln könnten, dazu müssen aber mindestens 3 Füchse finishen! Also gebt Euch einen Ruck und meldet Euch noch an, je mehr starten desto höher sind die Chancen viele Punkte zu sammeln!!! Die Saison ist früher zu Ende als erwünscht.

Aber bevor ihr in den Winterschlaf geht, denkt daran: der nächste Arendsee-Triathlon ist in Planung und die Ausschreibung kommt demnächst, der Termin steht fest:

15. / 16. Juni 2019 – die Online-Anmeldung startet bald

  

Per Bittner ab sofort Per van Vlerken

Am 19.07.2018 läuteten für Per Bittner von den Triathlonfüchsen Osterburg und dem WILD EAST Pro Triathlon Team die Hochzeitsglocken. Per und seine Yvonne van Vlerken haben sich vor 5 Jahren, natürlich beim Triathlon, kennengelernt und bereisen seitdem die Triathlonwelt. Nun gaben sich beide das Ja-Wort und feierten dies wohl auch ausgiebig.

Nur 3 Tage später standen sie schon wieder gemeinsam am Start beim 35. Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See. Hier erkämpften sich beide hart den Sieg und hatten somit das perfekte Hochzeitsgeschenk im Gepäck. Triathlonfuchs Marcus Woellner konnte sich hinter Per den zweiten Platz sichern.

Wir wünschen dem frisch gebackenen Ehepaar van Vlerken von Herzen viel Glück und Gesundheit für ihre gemeinsame Zukunft, auf das sie immer mit Freude und Liebe gemeinsam durchs Leben schwimmen, fahren und laufen. Vielleicht auch einmal gemeinsam bei unserem Arendsee-Triathlon auf der Mitteldistanz. Per war bereits 2016 auf der olympischen Distanz am Start und konnte hier einen Streckenrekord aufstellen.

Merkt Euch auf alle Fälle den Termin für unseren nächsten Arendsee-Traithlon:

15. / 16. Juni 2019 – die Online-Anmeldung startet bald

 

Podestplätze in Havelberg

Nach nur 5 Tagen Wettkampfpause stellten sich einige Füchse der nächsten Herausforderung. Am Samstag (14.07.2018) wurde durch den RSC 1891 Orkan Havelberg e.V. der Havelhammer, Haveltriathlon und der kleine Haveltriathlon ausgetragen. Da der letzte Wettkampf (Altmarktriathlon in Wischer) nur 6 Tage zuvor war, konnte davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der teilnehmenden Füchse nicht in die Höhe schlagen wird. Dennoch sollten Punkte für die Landesliga eingefahren werden. Mit nur 3 Startern (Kersten Friedrich, Volker Noffke u. Melanie Wiechert) hieß es dann aber auch, dass alle finishen müssen um Punkte zu erhaschen.

Bei recht kühlen Temperaturen am Morgen vor dem Start blieb der Elan zunächst im Auto sitzen, ostelbisch wollte sich die Sonne noch nicht so schnell blicken lassen. Die lange Hose und der Pullover hätten eindeutig mitgeführt werden müssen. Ein Vorteil fast aller Starter war demzufolge die Wassertemperatur (21,9 ° C) und die daraus resultierende Entscheidung der Wettkampfrichter, dass das Tragen eines Neoprenanzuges erlaubt ist. Nur wenige nahmen das Angebot nicht an, so schwamm auch unser Volker wie immer ohne Neo. Das Wasser in der Havel war allerdings auch immer noch wärmer als die Luft. Es wurde eine Runde um die Camping-Spülinsel geschwommen, durch den Yachthafen, immer der Havel entlang um dann zum Ausstieg unterhalb der Spülinselbrücke zu gelangen.  Kersten und Melanie waren wie schon in Wischer beim Schwimmen dicht beieinander, Melanie kurz hinter Kersten.  Nach 28:19 min verließ Kersten bereits das Wasser nach 1500 m schwimmen. Eine ziemlich schnelle Schwimmzeit, welche auf Grund des Schwimmens mit der Strömung zu Stande kommt. Ein schnellerer Wechsel als sonst bescherte Kersten auch vor Melanie auf der Radstrecke zu sein.  Volker konnte beiden etwa 5 Minuten später folgen. Auf recht holpriger Strecke, teils sogar mit frischen Split auf der Fahrbahn und gutem Wind hieß es nun 44 km lang den ausgeruhten Beine zeigen zu lassen, was in ihnen steckt. Kersten seine Beine waren an diesem Tag definitiv besser drauf, Melanie konnte da nicht mithalten und musste ihn ziehen lassen. Zwei Frauen musste sie überholen lassen und kam so als fünfte Frau zum zweiten Wechsel. Bereits in der Wechselzone konnte sie durch schnellen Wechsel wieder einen Platz gutmachen und knapp 5 min hinter Kersten auf die Laufstrecke gehen. Volker konnte mit guter Radzeit den Abstand zu Melanie halten und begab sich dem entsprechend etwa 10 min nach Kersten auf die Laufstrecke. Mit schweren Beinen und  ausgepowert versuchten alle drei Füchse auf der Laufstrecke noch Plätze gut zu machen. Für Kersten und Volker war es schwer, denn es gibt so einige gute Läufer, welche das Feld von hinten aufrollen. Melanie quälte sich beim Laufen sehr und wollte eigentlich nur nicht überholt werden. Nach 2 Laufrunden ging es auch schon auf die letzte Runde, hier waren dann schon die Teilnehmer des Hafentriathlon’s (Jedermann) mit auf der Laufstrecke. Natürlich wurde sie hier mehrfach überholt, konnte jedoch auch noch den oder die Einzelnen überholen. Dabei muss sie wohl auch noch eine Starterin aus ihrem Wettkampf überholt haben. Im Ziel angekommen und ganz überraschend konnte sie erhören als Drittplatzierte die Ziellinie überquert zu haben. Die Freude war riesig und der erste Pokal in der Tasche. Auch Volker konnte mal wieder eine gute Laufleistung abliefern und so dass bei der Punkteverteilung für die Landesliga-Wertung alle zufrieden sein können. Mehr war an diesem Tag nicht zu holen. Die Landesliga-Wertung steht leider noch für den Altmark-Triathlon und für Havelberg aus.

Aber nicht nur beim Havelhammer waren die Füchse erfolgreich. Auch beim Hafentriathlon mischten sich so einige Triathlonfüchse aus Osterburg unter die Starter. Ronald Schaffer und Jean-Luc Bögner gingen als Einzelstarter in den Wettkampf, Thomas Nitzsche, Christian Kallus und Patrick Wendt agierten in zwei verschiedenen Staffeln. Jean-Luc kam mit einer sehr guten Schwimmzeit bereits nach 11:02 min als 7. aus dem Wasser. Ronald folgte ihm 2:47 min später, konnte Jean-Luc aber auf der Radstrecke einholen und überholen. Die Fußballerbeine von Ronald haben dann doch mehr Power auf dem Rad und auch beim Lauf, denn auch da konnte Ronald auf unseren noch jungen Fuchs Vorsprung rauslaufen. Am Ende kamen aber beide mit einer für sich zufriedenen Leistung ist Ziel.

Mehr als zufrieden waren unsere Staffelteilnehmer. Patrick und Thomas absolvierten die Schwimmstrecke. Thomas und Patrick kamen beide weit vorn aus dem Wasser und konnten so den StaffelZeitchip an die jeweiligen Radfahrer übergeben. Thomas sein Namensvetter, Thomas Schulze, ging für die Staffel „Thomthom“ als Radfahrer auf die Strecke. Patrick übergab an Robert Piotraschke, ihre Staffel war unter „39er“ gemeldet. Thomthom konnte wie beim Schwimmen auch beim Radfahren auf die „39er“ einen leichten Vorsprung herausholen und als Zweiter auf die Laufstrecke gehen. Unsere 39er mussten Plätze abgeben und begaben sich als sechste Staffel auf die Laufstrecke. Aber wie sagt man so schön…“am Ende kackt die Ente“. Thomas Nitzsche kam bei Thomthom erneut zum Einsatz. Nachdem er sich in 35 min erholen musste, durfte er auf den 6,4 km noch einmal alles zeigen. Bei den 39er war es der laufstarke Christian, auf den nun alle Hoffnungen lagen. Christian legte sich ins Zeug und fegte los, ein nach dem Anderen konnte er ein- und überholen. Irgendwann hatte er dann auch Thomas vor sich, welcher den 2. Staffelplatz für den Dritten hergeben musste. Christian war aber noch nicht fertig und gab alles, der erste Staffelläufer war gar nicht so weit weg. Leider war die Laufstrecke dann doch zu kurz um ihn noch einzuholen. Mit der zweitbesten Laufzeit und auch zweitbesten Schwimmzeit konnten sie sich am Ende über einen sehr guten 2. Platz in der Staffel freuen. Aber auch Thomas mit „Thomthom“ konnte sich freuen, ein sehr guter 3. Platz sprang heraus.

Zu guter Letzt durften unsere Fuchswelpen beim kleinen Hafentriathlon an den Start gehen. Auf der Strecke A (100m Schwimmen / 1,1, km Rad / 390 m Lauf) zeigte Alexandra Lindecke ihr Können und konnte einen guten 5. Gesamtplatz erreichen. Auf der Strecke B (200m / 3,3 km / 1,17 km) zeigten Tim Emanuel und Milan Rudolph ihr Können. Beide hochmotiviert und allesgebend kämpften sie um die besten Plätze. Nur 2 Sekunden hinter dem zweiten konnte sich Tim den dritten Platz sichern. Milan war zwar läuferisch super drauf konnte aber Tim nicht mehr einholen und so blieb ihm nur der 4. Platz, 3 Sekunden hinter Tim. Dennoch kann er mit seiner Leistung sehr zufrieden sein.

Am Ende hatten alle einen schönen Tag, die Sonne hatte Verständnis und war ab Mittag auch gut vertreten.

Hier die einzelnen Ergebnisse, Havelhammer:

  • 51. Platz gesamt Kersten Friedrich, 49. Platz Männer, 02:32:06
  • 55. Platz gesamt Melanie Wiechert, 1. Platz Frauen, 02:36:10
  • 79. Platz gesamt Volker Noffke, 72. Platz Männer, 02:50:45

Hafentriathlon:

  • 15. Platz gesamt Ronald Schaffer, 01:19:24
  • 41. Platz gesamt Jean-Luc Bögner, 01:26:13

 

Staffel Hafentriathlon, männlich:

  • 2. Platz „39er“ – Patrick Wendt, Robert Piotraschke, Christian Kallus, 01:14:51
  • 3. Platz “Thomthom” – Thomas Nitzsche, Th. Schulze, Th. Nitzsche, 01:15:33

 

 

 

1 2 3 4 5 51