Karsten Köhn startete beim Erzgebirgs-Bike-Marathon – “mal was anderes”

Bereits Anfang August machte sich Triathlonfuchs Karsten Köhn nach Seiffen zum Erzgebirgs-Bike-Marathon auf, um sich dort mal einer anderen Herausforderung zu stellen, zumal er das Fahrradfahren liebt und aus dem Erzgebirge stammt. Hier nun ein kleiner Erlebnisbericht von ihm:

“Schon seit längerer Zeit war es mein Ziel, bei der Mutter aller MTB-Marathons in Deutschland, dem EBM in Seiffen an den Start zu gehen. Dieses Jahr sollte es ernst werden. Am Freitag, den 3.August ging es dann in meine alte Heimat, nach Reitzenhain ins Erzgebirge. Am Sonnabend war dann die Startnummernausgabe in Seiffen. Es war schon mächtig viel los. Bei den Kinderrennen auf den verschiedenen Distanzen ging es spannend zu wie bei den Großen. Das war schon ein schöner Vorgeschmack auf den morgigen Tag. Auf der Rückfahrt nach Reitzenhain habe ich noch einen kurzen Stopp zur Besichtigung einer schwierigen Abfahrt gemacht. Hier waren schon mehrere Sportler am Üben. Da für mich das Ankommen Priorität hatte, nahm ich mir vor, an dieser Stelle im Rennen den “Chickenway“ zu nehmen.

Am Renntag bog ich pünktlich 1,5 Stunden vor Rennbeginn auf den Parkplatz unterhalb des Start-Zielgeländes ein. Als erstes traf ich hier Christian Gramm und Thomas Beyer vom MTC aus Magdeburg. Beide bekannt als gute Radfahrer hatten sie die 100 km auf dem Plan. Ich hatte mich für die 70 km angemeldet, das bedeutete eine Einführungsrunde von 12 km plus zwei Runden über 30 km mit 800 Höhenmetern pro Runde. Als dritte Strecke gab es noch die 45 km. Der Start war für alle Distanzen um 09:00 Uhr. Eine Ausnahme bildeten die „Verrückten“, die bereits am Vortag um 15:00 Uhr über die 300 km gestartet waren.

Als Erststarter stand ich im hinteren Startblock. Bei über tausend Startern dauerte es schon ein paar Minuten ehe ich überhaupt auf der Strecke war. Nach der Einführung war das Feld immer noch sehr dicht zusammen und auf den Waldwegen war es schwer zu überholen, so dass ich mich erstmal einreihte. Es war alles fahrbar und ich konnte gut mitfahren ohne am Anfang zu überziehen. Dann kam ich zu der bereits angesprochenen Abfahrt. Vom Rad aus sah es nicht besser aus und so blieb ich bei meinem Plan und habe die Stelle zu Fuß passiert. Im Anschluss gab es die erste Verpflegungsstation zum Auftanken. Danach konnte ich mein Tempo fahren und habe auch einige Teilnehmer einsammeln können. Kurz vor Ende der Runde galt es dann den Hot Spot Alp de Vettin zu bezwingen, ein mächtig steiles Stück, welches natürlich von vielen Zuschauern gesäumt war. Traditionell wird hier jeder Teilnehmer (über eine große Lautsprecheranlage) mit Namen begrüßt. Zu allem Überfluss gab’s auch noch einen ordentlichen Regenguss- schlechte Vorzeichen für die zweite Runde. Diese war dann auch anfänglich tatsächlich sehr kraftraubend und es ging sowohl bergan als auch bergab langsamer vorwärts. Zum Ende der Runde war die Strecke dann wieder besser zu befahren. Dafür meldeten sich jetzt die Oberschenkel mit ersten leichten Krämpfen. Dann noch einmal Alp de Vettin und es war geschafft! Wie immer am Ende – richtig geil!

Dankbar nahm ich die Möglichkeit zum Duschen in Anspruch.

Nanu, Grammi ist auch schon geduscht. Der war aber schnell. Nach kurzer Rücksprache war aber klar, er musste abbrechen, weil er auf der besagten Abfahrt stürzte und sich wahrscheinlich eine oder mehrere Rippe gebrochen hatte – hätte er mal lieber auch den “Chickenway” genommen!

Die Stimmung und Atmosphäre bei dem Rennen ist wirklich einmalig – der ganze Ort steht hinter dieser Veranstaltung. Für alle eine echte Empfehlung, die mal was anderes ausprobieren wollen. Übrigens, der Sieger über die 300 km war noch vor unserem Start um 9:00 Uhr im Ziel. Einfach irre. Weitere Infos zum EBM findet ihr im Netz unter www.ebm100.de.”

Danke an Karsten für den kurzen Einblick in solch ein Rennen. Zum Abschluss noch ein paar nette Bilder von ihm:

   

 

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