Drei neue Ironmänner in den Reihen der Füchse

Am 29. Juli 2018 war es wieder soweit, der IRONMAN zog viele Athleten und Zuschauer nach Hamburg, so auch einige Triathlonfüchse aus Osterburg.

An den Start gingen hier Christian Kallus, Patrick Wendt und Sigmar Kirchner. Für alle sollte es Premiere auf der Langdistanzstrecke werden und dafür bereiteten sie sich etwa 9 Monate drauf vor. Ihnen zur Seite standen Kersten und Melanie, welche versuchten sie stets auf der Strecke tatkräftig durch Anfeuerung zu unterstützen. Es schien ihnen gelungen zu sein, es wurde ihnen im Anschluss sehr gedankt.

Christian und Patrick befanden sich seit November 2017 in der Vorbereitung. Sie betreiben den Triathlon noch nicht lange aber schon frühzeitig stand fest, dass sie bald ein Ironman sein wollten.

Gesagt, getan…für Hamburg 2018 wurde sich entschieden. Im Winter legten sie den Schwerpunkt im Training auf das Schwimmen, da hatten beide noch so einiges zu verbessern. Neben dem Schwimmen wurden aber auch viele Stunden auf der Rolle absolviert, denn ihnen war klar, dass auf dem Bike viel Zeit herausgeholt werden kann und noch so einiges Potential in ihnen steckte.

Nachdem die Sonne dann etwas höher stand schnürten sie auch ihre Laufschuhe wieder das ein oder andere mal mehr in der Woche um auch diese Disziplin nicht außer Acht zu lassen. Ab April ging es dann in die heiße Vorbereitungsphase und die ein oder anderen Wettkämpfe (Duathlon, Triathlon, Halbmarathon) wurden als Testwettkämpfe mit in die Vorbereitung eingebaut. Der letzte große Test war dann die Mitteldistanz beim ArendseeTriathlon.

Sigmar erging es ähnlich, auch er entschied sich für den IRONMAN in Hamburg. Er betreibt den Triathlonsport jedoch schon etwas länger, aber auch bei ihm war es die erste Langdistanz und begann frühzeitig mit der Vorbereitung. Auch er legte Hauptaugenmerk auf das Schwimmen, denn für ihn war es die „Horrordisziplin“. Unter professioneller Anleitung wollte er seine Technik verbessern und so zumindest eine halbwegs gute Schwimmzeit erreichen. Schnell merkte er aber, dass hier kein Erfolg zu holen ist. Beim Schwimmen bessere Zeiten zu erreichen erfordert wirklich langes und hartes Training, und manchmal benötigt man schon 1-2 Jahre dafür. Aber das ist kein Weltuntergang, es gibt ja noch das Rad und den Lauf, wo vieles wieder gut gemacht werden kann. Ein guter Läufer ist Sigmar und trainiert hat er auch gut, Lauf wie auch auf dem Rad. Dafür hat er viel Urlaub geopfert und stets das gute Wetter genutzt. Auch Sigmar bestritt in der Vorbereitungsphase die ein oder anderen Wettkämpfe als Test.

Am 29.07.2018 war es dann für alle drei endlich soweit. Schon ein zwei Tage früher angereist wurde sich ein Überblick verschafft, die Startunterlagen abgeholt und eine letzte lockere Einheit absolviert. Die Aufregung wurde immer größer, die Vorfreude natürlich auch, denn endlich konnte man die lange und teils auch harte Vorbereitungsphase umsetzen. Zum Rückschlag aller wurde 2 Tage zuvor das Schwimmen wegen giftiger Blaualgen in der Alster abgesagt. Auch wenn Sigmar kein guter Schwimmer ist, war er doch sehr enttäuscht, dass aus dem Schwimmen ein Lauf gemacht wurde und es so am Ende (nur) ein Duathlon statt einem Triathlon war. Auch Christian und Patrick waren geknickt, aber es ließ sich eben mal nicht ändern. Alle Athleten mussten da durch und unter selben Bedingungen ihren Plan ändern. Nun hieß es die richtige Taktik für den ersten Lauf, welcher über 6 km ging, zu finden. Christian und Patrick gingen es etwas gelassener an, nicht schneller als das anvisierte Marathontempo wollte es werden. Christian lief die ersten 6 km in einem Pace von 5:07 min/km und Patrick in 5:37 min/km. Sigmar dagegen entschied sich gleich mal schneller loszulaufen und legte einen Pace von 4:38 min/km hin, stattlich! Auf Grund der zuvor entschiedenen Laufpace’s reihten sich Christian und Patrick auch viel später in die Starterreihe als Sigmar ein, so dass dieser schon weit vor den beiden auf der Radstrecke war.

Auf der Radstrecke war so richtig was los. Je später man startete, desto mehr Athleten und dieses bedeutete gleichzeitig „Vorsicht vor Windschattenfahren und Beachten des Reglements“. Es war teils schwierig das Windschattenfahren zu vermeiden und die Überholvorschriften einzuhalten, das Fahren wurde so extrem unrhythmisch. Es gab so einige Athleten, die es drauf ankommen ließen und sich am Ende in der Penalty-Box wiederfanden. Unsere Füchsen jedoch nicht, sie wissen was sich gehört. Auf der Radstrecke hatten unsere drei Füchse genügend Zeit sich noch einmal alles durch den Kopf gehen zu lassen, ob die Entscheidung einen Ironman zu bestreiten auch die richtige war… Aber bei dem Support von Kersten und Melanie, sie machten es sich an einer Kurve / Brücke bequem um so auch frühzeitig die Füchse zu erkennen und mit tobenden Applaus anspornen zu können, war es einfach die richtige Entscheidung. Sigmar hatte noch seine Ehefrau dabei, welche ebenfalls an der Radstrecke zum Anfeuern bereit stand. Auch für ihre Unterstützung ist Sigmar sehr dankbar, gerade auch in der langen zeitintensiven Vorbereitungsphase. Die 180 Radkilometer schafften alle drei in sehr guten Zeiten und gingen auch mit lockeren Beinen auf die Marathonstrecke. Christian absolvierte die Radstrecke in 5:38 Std., dicht gefolgt von Sigmar in 5:41 Std. und Patrick in 5:59 Std..

Christian und Sigmar nahmen sich vor, den Marathon unter 4 Stunden zu laufen. Christian ist es gelungen, Sigmar nicht ganz, jedoch war er am Ende mit seiner Laufzeit doch sehr zufrieden. Ihm war klar, dass er hier die fehlenden Körner auf der Radstrecke ließ. Christian, als sehr guter Läufer bekannt, musste sich anfangs bremsen um so nicht zu überpacen und am Ende dann doch noch einzubrechen. Das ist ihm ganz gut gelungen, so dass er den Marathon relativ locker durchlaufen konnte. Er hatte nicht einmal Muskelkater am folgenden Tag, ich denke da steckt noch etwas Potential in ihm und der nächste Ironman folgt bald. Aber auch Patrick kam zufrieden durch den Marathon und konnte den Zieleinlauf mitten im Zentrum von Hamburg noch so richtig genießen.

Christian und Patrick sahen etwa 2 Stunden danach nicht wirklich so aus, als hätten sie einen Ironman absolviert. Oder waren sie etwa statt bei der Zielverpflegung in der Wellnesfarm? Auch Sigmar brauchte nur 2 Tage um sich vom IRONMAN zu erholen

Für alle drei war es trotz des fehlenden Schwimmens eine tolle Erfahrung und ein megageiles Erlebnis, auch sie dürfen sich jetzt IRONMÄNNER nennen. Den Hamburger IRONMAN können sie nur weiter empfehlen, die Radtsrecke ist super und die vielen Zuschauer an der Laufstrecke erleichtern doch so einiges.

Allen drei war bereits vor dem Start klar, dass auf jeden Fall ein zweiter Ironman, dann mit Schwimmen, kommen wird. Sigmar hat sich bereits für den IRONMAN in Hamburg für 2019 angemeldet, Christian und Patrick sind sich noch unschlüssig und brauchen noch ein paar Tage zum Überlegen, irgendeiner wird es aber werden.

Wir gratulieren allen drei Füchsen zu dieser starken Leistung, echt Hammer und mega geil! Als Supporter an der Strecke zu sein und alles live zu verfolgen ist immer wieder schön. Man fühlt mit und wird aufgeheizt, selber mal ein IRONMAN zu werden.

Hier noch die Ergebnisse:

  • Christian: 10:07:11 Std (30:42 min / 05:38:11 Std / 03:45:59 Std)
  • Sigmar: 10:37:04 Std (27:51 min / 05:41:29 Std / 04:12:40 Std)
  • Patrick: 11:11:55 Std (33:41 min / 05:59:10 Std / 04:23:09 Std)

   

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