Erlebnisbericht WPFG Los Angeles 2017 von unserem Vereinsmitglied Thomas

Dass es alle zwei Jahre die Police World und Fire Games gibt, war mir bekannt. Nur allzu oft hat mich mein (Lauf-) Kollege Rene daran erinnert und zu einer Teilnahme überredet. Ich habe es  zur Kenntnis genommen und sowieso, aus den verschiedensten Gründen hat es eh immer nicht gepasst. Dann kam im Mai dieses Jahres die Anfrage vom Koordinator, welche Sportverrückten denn vom 07.08.17 bis 16.08.2017 in Los Angeles an den Spielen teilnehmen möchten. Mit dieser Mail erst habe ich ernsthaft darüber nachgedacht und irgendwann für mich allein entschieden – wer weiß schon, was in zwei Jahren wieder dazwischen kommt – da fahre ich mal mit.

Da ich als ambitionierter Freizeitsportler derzeit dem Triathlon verfallen bin, sollte es auch diese Disziplin sein, abgerundet von einem 10km Cross und Halbmarathon. Somit habe ich mich für diese Disziplinen auch fix angemeldet, bin der Whats-App Gruppe Southern California beigetreten, habe den Flug, Mietauto und schlussendlich das Hotel gebucht. Ach ja, einen neuen Reisepass auch noch schnell beantragt. (Anmerkung für zukünftige Reisen dieser Kategorie: alles frühzeitig buchen – spart unheimlich Kosten… )
Kurz vor der Reise empfahl mir Rene noch, mich für die Teamwertung, Team GERMANY, im Halbmarathon anzumelden – ich sollte es nicht bereuen.

Man kann übrigens in fast allen denkbaren Sportarten gegen die Kollegen der Fire und Police Departments all over the world antreten, vom Hufeisenwerfen bis hin zum Wrestling. (siehe http://la17wpfg.com/6/index.htm)

17 Polizisten (leider keine Feuerwehrmänner) aus unserem Land traten die Reise nach California an. Die Akkreditierung konnte man bereits am Sonntag, vor der Eröffnung durchlaufen. In der Police Academy Los Angeles bekamen wir dazu unseren Athletenausweis und letzte Hinweise zu den Wettkämpfen oder sonstigen Events. Die sogenannte Opening Ceremony am Montag werde ich wohl lange in Erinnerung behalten, da ich an diesem ehrwürdigen Tag gleich vormittags mein Mietauto auslösen musste,
mittags ein Ticket an der Parkuhr bekam und als ich dann noch meine Sim im Handy
(gleichzeitig Navi!!!) falsch eingab, kam ich fast zu spät zur Eröffnung. Die Feier war einfach gigantisch mit Einmarsch, Festreden, Einflug Hubschrauberstaffel und Feuerwerk, halt typisch USA: big, bigger biggest (so auch die Autos, Straßen, aber auch der Spalt zwischen arm und reich).

Der erste Wettkampf für mich war gleich am Dienstag. Den  10km Cross absolvierte ich in 42:27 min mit Platz 10 in der AK, 46. gesamt. Damit war ich mehr als zufrieden. Start war 7:00 Uhr, bei schon ca. 30 Grad. Am 10.08.17, Donnerstag, stand der Halbmarathon auf dem Plan. Ebenfalls wieder 07:00 Uhr Start, wieder ca. 30 Grad und wieder erwartungsgemäß in Mitte des Teilnehmerfeldes: Platz 11 AK in 1:34:23 h das Ziel erreicht. Aber, nun die freudige Überraschung, in der Teamwertung zusammen mit Marco aus Thüringen, Rene und Werner (v.l.n.r.), Platz 3. Cool. Medaille. Ruhm. Ehre. usw. ☺ Mein Highlight war aber der Triathlon am 14.08.17 in Castaic, einem kleinen Örtchen ca. 100 km nördlich von LA. Mit einem dazu ausgeliehenen Rennrad checkte ich schon mal zwei Tage vorher die Wettkampfstrecke bei 40 Grad in der Mittagshitze. Der Montag sah dann wie folgt aus: 3:30 Uhr aufstehen – Hotel auschecken, Auto beladen – Fahrt nach Castaic – 05:00 Uhr Abholen Startunterlagen (See 28 Grad, Luft noch 24 Grad), Check In, 07:00 Uhr Start, jetzt schon wieder 30 Grad, 28 min  Schwimmen für die 1,5km, dann mit Rad auf die Hugh-Lake-Road bis zum Wendepunkt in 20km Entfernung (jetzt schon 35 Grad) – selbe Strecke zurück, dann die 10km Laufen auf Beton, aber flach bei 39 Grad – im Ziel nach 2:48:03 h (selbe Distanz in Deutschland benötige ich im Durchschnitt 02:18:00 h!) – kurz erholen und trinken –dann Freude: 2. Platz = Vize Weltmeister in AK = Cool, Medaille, Ruhm, Ehre… – dann Leihrad zurückbringen – nach LA fahren, tanken – Mietauto abgeben – 16:00 Uhr Start Flieger –  Zwischenstopp Heathrow 09:00 Uhr (+1Tag) – 17:00 Uhr Berlin, 20:30 Uhr Halle.

Fazit:
Wer für die PWFG das nötige Kleingeld entbehrt, wird es nicht bereuen. Wer die Spiele mit Urlaub und Familie dann noch verbindet, wird es nie vergessen! Ein paar Bilder noch abschließend von mir und schaut Euch bitte auch die anderen Berichte und Kommentare zu den Spielen, Sportlern, etc. in den digitalen Medien an.

Sport Frei!
Thomas

Folge uns:

Advent, Advent ein jeder rennt

Die Triathlonfüchse wünschen eine besinnliche und schöne Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Wir hoffen, dass wir euch in 2018 gesund und fit bei unseren Veranstaltungen begrüßen dürfen.

Advent Advent ein Jeder rennt

Im Kaufhaus sieht man Menschen flitzen
An Fenstern grelle Lichter blitzen
Auch seit November hängt nun schon
Der Weihnachtsmann dort vom Balkon
Die Hausfrau überlegt seit Wochen
Was tut sie wann an Weihnacht kochen.
Wo ist sie die Besinnlichkeit
In dieser Vorweihnachtszeit?
Der Plätzchenduft, der Kerzenschimmer
Geschenke basteln im warmen Zimmer
Weihnachtslieder und Geschichten
Die von der Geburt Jesu berichten.
Ich wünsch euch für die kommende Zeit
Etwas mehr von der Besinnlichkeit.

(Klaus Göltl)

 

Folge uns:

33. Osterburger Altmarklauf

Die Triathlonsaison neigt sich in Deutschland leider dem Ende zu. Nun kann man sich aber ganz dem Laufen widmen und an der Laufperformance arbeiten. Deshalb möchten wir euch zum 33. Osterburger Altmarklauf einladen. Der Lauf beginnt und endet im Stadion in Osterburg an der Landessportschule, wobei die Strecke über über Wald- und Feldwege führt. Ihr könnt 11 km, 6,5 km oder 800 m laufen. Wer das Jahr über fleißig am Elbe-Ohre-Cup teilgenommen hat, kann noch mal diese Gelegenheit nutzen, um seine Punkte zu verbessern. Dies ist nämlich auch gleichzeitig der letzte EOC-Lauf.

Anmeldung

Folge uns:

„Erlebnis geht vor Ergebnis“

Am Sonntag finishte unser Karsten seine erste Langdistanz. In Hamburg beim Ironman kam er nach 14 Stunden über die Ziellinie. Für Ihn ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch wir sind wahnsinnig stolz auf ihn. Herzlichen Glückwunsch Karsten.

Hier nun seine Beschreibung von diesem ganz besonderen Tag:

3,8 Kilometer Schwimmen + 180 Kilometer Radfahren + 42,195 Kilometer Laufen ergeben eine Gesamtstrecke von rund 226 Kilometern.

Ein wenig verrückt muss man schon sein, um diese Distanz mit Muskelkraft und Ausdauer zu bewältigen. Ein Reiz liegt wohl auch darin, dass es die Königsdisziplin des Triathlons ist. Für mich ging es aber hauptsächlich darum, eigene Grenzen auszuloten, scheinbar Unmögliches zu erreichen.

Am vergangenen Wochenende gab es die Premiere des IRONMAN in Hamburg. Nachdem ich in den letzten Jahren den Weg vom Jedermann über die Olympische zur Mitteldistanz gegangen bin, habe ich mich im Herbst 2016 für dieses Triathlon-Event angemeldet.

Sonntag früh ging es ab 6:40 Uhr für rund 2500 Triathleten mit den ersten Sonnenstrahlen seit Tagen in die frischen Fluten der Binnenalster. Unter der Lombards- und Kennedybrücke hindurch galt es auch die Außenalster zu durchqueren, um nach 2,6 Kilometern am Jungfernstieg über einen sogenannten Australien Exit sich für die letzten 1,2 Kilometer erneut ins Wasser zu stürzen. Ein kleiner Sturz beim Landgang ging glimpflich aus, aber zunehmende Nackenschmerzen machten sich bemerkbar. Nach der letzten dunklen Passage unter einer Brücke war das Ziel erreicht. Helfende Hände waren beim Ausstieg sehr willkommen. Das Schwimmen im Bruststil war in 1:33:09 h geschafft.

Die Überlänge der Hamburger Wechselzone (800m) ist hinlänglich bekannt, trifft aber alle Teilnehmer. Nach dieser ersten Laufeinlage ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke. Neben den auf zwei Runden verteilten mehr als 1000 Höhenmetern machte der zunehmende Wind es auch nicht gerade leicht. Aufgrund der Nackenschmerzen war die Zeitfahrposition leider nicht durchgängig zu halten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von über 31 km/h der ersten Runde sank in Runde 2 und auch der bevorstehende Marathonlauf im Hinterkopf sorgte für ein bewusst gedrosseltes Tempo. Nach 6:17:12 h konnte wieder in die Wechselzone am Ballindamm abgebogen werden.

Die schon bemerkenswerte Super-Stimmung tausender Zuschauer beim Schwimmstart am frühen Morgen und in den Orten auf der Radstrecke wurde auf der Laufstrecke durch die Innenstadt und entlang der Alster noch weit übertroffen. Mehr als 100.000 Zuschauer sorgten für Gänsehaut im Minutentakt. Die 10,5 km – Runde musste vier mal bewältigt werden. Aber gepuscht und angefeuert von den Menschenmassen, und das waren nicht nur Fans des Triathlon-Sport, wurde es nur in Runde 3 etwas schwer, ehe die letzte Runde zur Kür wurde. Nach dem Erhalt des letzten Rundenbandes etwa 1km vor dem Ziel konnte dieses endlich angesteuert werden. Der Zieleinlauf geriet zu einem unvergesslichem Moment. Selbst kurz nach 21 Uhr sind keine Plätze frei auf der Tribüne und die Stimmung brodelt auf großer Flamme.

„Welcome to the Finishline – You are an IRONMAN“, diese Worte der Moderatoren auf dem Rathausmarkt der Hansestadt werde ich wohl nie vergessen.

Folge uns:
1 2 3 21