33. Osterburger Altmarklauf

Die Triathlonsaison neigt sich in Deutschland leider dem Ende zu. Nun kann man sich aber ganz dem Laufen widmen und an der Laufperformance arbeiten. Deshalb möchten wir euch zum 33. Osterburger Altmarklauf einladen. Der Lauf beginnt und endet im Stadion in Osterburg an der Landessportschule, wobei die Strecke über über Wald- und Feldwege führt. Ihr könnt 11 km, 6,5 km oder 800 m laufen. Wer das Jahr über fleißig am Elbe-Ohre-Cup teilgenommen hat, kann noch mal diese Gelegenheit nutzen, um seine Punkte zu verbessern. Dies ist nämlich auch gleichzeitig der letzte EOC-Lauf.

Anmeldung

„Erlebnis geht vor Ergebnis“

Am Sonntag finishte unser Karsten seine erste Langdistanz. In Hamburg beim Ironman kam er nach 14 Stunden über die Ziellinie. Für Ihn ein unvergessliches Erlebnis. Aber auch wir sind wahnsinnig stolz auf ihn. Herzlichen Glückwunsch Karsten.

Hier nun seine Beschreibung von diesem ganz besonderen Tag:

3,8 Kilometer Schwimmen + 180 Kilometer Radfahren + 42,195 Kilometer Laufen ergeben eine Gesamtstrecke von rund 226 Kilometern.

Ein wenig verrückt muss man schon sein, um diese Distanz mit Muskelkraft und Ausdauer zu bewältigen. Ein Reiz liegt wohl auch darin, dass es die Königsdisziplin des Triathlons ist. Für mich ging es aber hauptsächlich darum, eigene Grenzen auszuloten, scheinbar Unmögliches zu erreichen.

Am vergangenen Wochenende gab es die Premiere des IRONMAN in Hamburg. Nachdem ich in den letzten Jahren den Weg vom Jedermann über die Olympische zur Mitteldistanz gegangen bin, habe ich mich im Herbst 2016 für dieses Triathlon-Event angemeldet.

Sonntag früh ging es ab 6:40 Uhr für rund 2500 Triathleten mit den ersten Sonnenstrahlen seit Tagen in die frischen Fluten der Binnenalster. Unter der Lombards- und Kennedybrücke hindurch galt es auch die Außenalster zu durchqueren, um nach 2,6 Kilometern am Jungfernstieg über einen sogenannten Australien Exit sich für die letzten 1,2 Kilometer erneut ins Wasser zu stürzen. Ein kleiner Sturz beim Landgang ging glimpflich aus, aber zunehmende Nackenschmerzen machten sich bemerkbar. Nach der letzten dunklen Passage unter einer Brücke war das Ziel erreicht. Helfende Hände waren beim Ausstieg sehr willkommen. Das Schwimmen im Bruststil war in 1:33:09 h geschafft.

Die Überlänge der Hamburger Wechselzone (800m) ist hinlänglich bekannt, trifft aber alle Teilnehmer. Nach dieser ersten Laufeinlage ging es auf die anspruchsvolle Radstrecke. Neben den auf zwei Runden verteilten mehr als 1000 Höhenmetern machte der zunehmende Wind es auch nicht gerade leicht. Aufgrund der Nackenschmerzen war die Zeitfahrposition leider nicht durchgängig zu halten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von über 31 km/h der ersten Runde sank in Runde 2 und auch der bevorstehende Marathonlauf im Hinterkopf sorgte für ein bewusst gedrosseltes Tempo. Nach 6:17:12 h konnte wieder in die Wechselzone am Ballindamm abgebogen werden.

Die schon bemerkenswerte Super-Stimmung tausender Zuschauer beim Schwimmstart am frühen Morgen und in den Orten auf der Radstrecke wurde auf der Laufstrecke durch die Innenstadt und entlang der Alster noch weit übertroffen. Mehr als 100.000 Zuschauer sorgten für Gänsehaut im Minutentakt. Die 10,5 km – Runde musste vier mal bewältigt werden. Aber gepuscht und angefeuert von den Menschenmassen, und das waren nicht nur Fans des Triathlon-Sport, wurde es nur in Runde 3 etwas schwer, ehe die letzte Runde zur Kür wurde. Nach dem Erhalt des letzten Rundenbandes etwa 1km vor dem Ziel konnte dieses endlich angesteuert werden. Der Zieleinlauf geriet zu einem unvergesslichem Moment. Selbst kurz nach 21 Uhr sind keine Plätze frei auf der Tribüne und die Stimmung brodelt auf großer Flamme.

„Welcome to the Finishline – You are an IRONMAN“, diese Worte der Moderatoren auf dem Rathausmarkt der Hansestadt werde ich wohl nie vergessen.

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